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Panorama Missbrauchsfall Lügde: Suche nach weiteren Verdächtigen wird „mit Nachdruck fortgeführt“
Nachrichten Panorama Missbrauchsfall Lügde: Suche nach weiteren Verdächtigen wird „mit Nachdruck fortgeführt“
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18:17 04.07.2019
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), spricht während einer Pressekonferenz. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Düsseldorf

Nach der Ermittlung eines neuen Beschuldigten im Fall des massenhaften Missbrauchs von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde wird die Suche nach möglichen weiteren Verdächtigen vorangetrieben. Auch nach dem Prozessstart würden die noch erforderlichen Ermittlungen „mit Nachdruck fortgeführt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf. Die umfangreiche Auswertung der IT-Beweismittel dauere an.

Video: Lügde-Prozess: Hauptangeklagte gestehen

Es könnten noch mehr Verdächtige auftauchen

Reul schloss nicht aus, dass noch mehr Verdächtige auftauchen könnten. Auch weitere, bisher noch nicht befragte Kinder, würden angehört. Das Wichtigste sei zunächst aber gewesen, dass der Prozess habe starten können. Die Ermittlungskommission „Eichwald“ wurde nach Angaben Reuls inzwischen von rund 80 auf noch 31 Beamte reduziert.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass es in dem Missbrauchsfall einen neuen Beschuldigten gibt. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Mann aus Steinheim bei Höxter, der laut Reul wie der Hauptverdächtige ebenfalls seit Jahren eine Parzelle auf dem Campingplatz angemietet habe.

Missbrauchsfall Lügde: Bisher 42 Opfer und sieben Verdachtsfälle

Auf die Spur war die Polizei dem Mann durch die Anhörung eines minderjährigen Kindes am Mittwoch gekommen. Dieses war laut Reul bisher noch nicht vernommen worden. „Bisher konnten noch nicht alle Kinder, die wir als Verdachtsfälle führen, angehört werden, weil sie sich noch in einem Stabilisierungsprozess befinden und medizinisch betreut werden.“

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Das Kind habe eigentlich nur zu Verdachtsmomenten gegen die bereits bekannten Tatverdächtigen gehört werden sollen, sagte Reul. Dann aber habe sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs auch dieses Kindes ergeben, und zwar „innerhalb des eigenen sozialen Umfelds“. Das Kind habe Hinweise auf den 57-Jährigen aus seinem „sozialen Nahbereich“ gegeben.

Insgesamt gab es nach Angaben des NRW-Innenministeriums zum Stand Mitte Mai 42 Opfer in dem Missbrauchsfall Lügde sowie sieben Verdachtsfälle.

Von RND/dpa

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