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Panorama Mexikanischer Drogenbaron Héctor Beltrán Leyva in Haft gestorben
Nachrichten Panorama Mexikanischer Drogenbaron Héctor Beltrán Leyva in Haft gestorben
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07:55 19.11.2018
Die in der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft aushängende Bildkombo zeigt Bilder des mexikanischen Drogenbosses Héctor Beltrán Leyva. Quelle: AP Photo/Mexico's Attorney General's Office
Mexiko-Stadt

Der mexikanische Drogenbaron Héctor Beltrán Leyva ist in der Haft gestorben. Er sei einem Herzinfarkt erlegen, teilte das Innenministerium am Sonntag mit. Demnach war der 56-Jährige noch in eine Klinik in der Stadt Toluca gebracht worden, als er über Schmerzen im Brustkorb geklagt hatte. Doch hätten ihn die Ärzte nicht retten können. Das Ministerium betonte, dass das Sicherheitsprozedere eingehalten worden sei. Medizinische Fachkräfte im Gefängnis und im Krankenhaus hätten alles getan, um Betrán Leyva wiederzubeleben.

Das familiengeführte Beltrán-Leyva-Kartell gehörte einst zu den führenden Banden im Drogenhandel in Mexiko. Sein Unwesen trieb es unter anderem im an der Grenze zu den USA gelegenen Bundesstaat Sonora. Der Clan spaltete sich 2008 von einem Kartellverbund unter Führung des Sinaloa-Kartells ab. In der Folge kam es zu einer der blutigsten Episoden der Gewalt zwischen verfeindeten Kartellen in Mexiko.

Joaquín „El Chapo“ Guzmán soll Informationen zur Ergreifung von Alfredo Beltrán Leyva geliefert haben

Beltrán Leyva galt als einer der am meisten gesuchten Männer des Landes. Im Jahr 2014 wurde er in der Stadt San Miguel de Allende festgenommen. Einer Auslieferung an die USA entging er, obwohl ein entsprechender Antrag vorlag.

Seine Brüder Alfredo und Carlos wurden festgenommen, doch Bruder Arturo wurde von Sicherheitskräften getötet. Héctors Frau Clara Laborín Archuleta ging der Polizei 2016 ins Netz, nachdem sie die Geschäfte übernommen und die Kontrolle über Acapulco zurückzuerlangen versuchte. Durch Machenschaften von Splittergruppen kommt es in dem Ferienort an der Pazifikküste wiederholt zu Gewalt und Entführungen.

Sinaloa-Chef Joaquín „El Chapo“ Guzmán, dem derzeit in New York der Prozess gemacht wird, soll Informationen zur Ergreifung von Alfredo Beltrán Leyva geliefert haben.

Von RND/AP