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Panorama "Staubfrau" vom 11. September ist tot
Nachrichten Panorama "Staubfrau" vom 11. September ist tot
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16:30 26.08.2015
Foto: Das ikonische Bild von Marcy Borders ging 2001 um die Welt. Zehn Jahre später ließ sie sich von Günther Jauch interviewen.
Das ikonische Bild von Marcy Borders ging 2001 um die Welt. Zehn Jahre später ließ sie sich von Günther Jauch interviewen. Quelle: AFP/Stan Honda, ARD/Steffen Kugler
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New York

Als die Flugzeuge am 11. September ins World Trade Center flogen, war Marcy Borders Sekretärin der Bank of America. Sie schaffte es, den Nordturm zu verlassen, aber unten angekommen, schloss eine Staubwolke sie ein, die jeden Zentimeter ihres Körpers bedeckte. Der Südturm war gerade eingestürzt.

Unten, in der Lobby des Nordturms, begegnete Borders dem Fotografen Stan Honda. Dieser war sofort nach Downtown geeilt, nachdem er die Nachricht von dem ersten Flugzeug erhalten hatte. Er schoss ein Foto von Borders, das zu einer Ikone des Überlebens von Terror werden würde.

In einem Interview beschrieb Borders einmal, wie sie den Anschlag erlebte.

Bilder von Überlebenden und Helfern haben nach dem Terroranschlag den Amerikanern wieder Hoffnung auf ein Leben nach der Katastrophe, auf ein Auferstehen, gegeben. Für die Gerettenen selbst begann mit dem Attentat aber oft der Kampf: gegen Depressionen, Panikattacken, Arbeitslosigkeit, Armut – und nicht selten auch Krebs.

So war es auch bei Marcy Borders. 2011, zehn Jahre nach dem Anschlag, sitzt Borders auf dem Sofa bei Günther Jauch. Ihre Beiträge selbst sind einsilbig, dafür der ziemlich dick aufgetragene Medienschmerz umso großer. In der Realität bestimmt der Terror auch da noch Borders Lebens. Die Bild-Zeitung hat Borders mehrmals getroffen, schreibt von Drogenproblemen, Panikattaken und dem vorübergehenden Verlust des Sorgerechts für ihre beiden Kinder.

Im August 2014 bekommt Borders eine Krebsdiagnose: Magenkrebs. Nach guten Prognose scheitert der Heilungsprozess wohl daran, dass sie das Geld für die Behandlung nicht aufbringen kann. Am Montag überbrachte ihr Bruder die Todesnachricht auf seiner Facebook-Seite: ""Ich kann nicht glauben, dass meine Schwester tot ist." Ihr Cousin Elnardo Borders schrieb auf seiner Seite: "Wir haben unsere eigene Heldin verloren."

Eine Krebserkrankung hat das Schicksal vieler Überlebenden des 11. September bestimmt. Im Juli 2014 berichtete die New York Post, das von den etwa 37.000 Polizisten, Räumungskräften, Stadtangestellten und freiwilligen Helfern am Ground Zero 1655 an Krebs erkrankt sind. Zusammen mit den Feuerwehrleuten und Sanitätern steige die Zahl auf 2518, berichtete die Zeitung.

Als Hauptursache machen Mediziner den Staub aus, den die Überlebenden einatmeten – und der Marcy Borders damals bedeckte.

aks

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