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Panorama Kinder und Jugendliche als Straftäter: Diese Fälle sorgten bundesweit für Entsetzen
Nachrichten Panorama Kinder und Jugendliche als Straftäter: Diese Fälle sorgten bundesweit für Entsetzen
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10:43 09.07.2019
Ein Polizist hält einen jungen Mann in Handschellen fest. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Hannover

Nach der Vergewaltigung einer 18-jährigen Frau in Mülheim an der Ruhr sitzt einer der jugendlichen Verdächtigen in Untersuchungshaft – zwei 12-Jährige und drei 14-Jährige sollen an dem Sexualdelikt beteiligt gewesen sein. Fälle von jugendlichen Straftätern sorgen immer wieder bundesweit für Entsetzen – einige der schockierendsten Fälle der vergangenen Monate im Überblick.

Gucci-Bande prügelt Rentner fast tot

Zwei erst 14-jährige Intensivtäter prügeln im Mai 2019 in Wuppertal einen Rentner fast tot. Nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft gehören die beiden zu einer Gruppe, die sich „Gucci-Bande“ nennt. Dabei handele es sich um eine etwa 15-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen. Die Gruppierung war zuvor mit Straftaten wie Ladendiebstahl, Straßenraub, Abzocke und durch kleinere Drogendelikte aufgefallen.

Schüler planen Mord an Lehrer

Drei Schüler sollen im Mai 2019 die Ermordung ihres Lehrers geplant haben. Aus Unzufriedenheit über die Benotung soll ein 16-Jähriger einen 17-jährigen Mitschüler und einen 18-jährigen Bekannten angestiftet haben, ihm zu helfen, den Pädagogen gewaltsam loszuwerden. Gemeinsam sollen sie den Mann vor eineinhalb Wochen in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn zu erschlagen. Die Hämmer, die sie zu diesem Zweck dabei hatten, kamen jedoch nicht zum Einsatz – möglicherweise weil der Lehrer Verdacht schöpfte und vorsichtig war. Nach dem Scheitern des Mordkomplotts sollen die drei Schüler dann sogar einen neuen Anlauf geplant haben.

Acht Jugendliche vergewaltigen Mädchen

Acht Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren lauerten im April 2018 einem 13-jährigen Mädchen in Velbert nach einem Freibadbesuch auf, führten sie in einen Wald und vergewaltigten sie dort. Das Sexualverbrechen hatte die Gruppe mit Handykameras selbst gefilmt, bis schließlich eine Spaziergängerin Augenzeugin der Tat wurde und mutig einschritt. Das Opfer war seinen Peinigern dann selbst auf die Spur gekommen: Die 13-Jährige hatte auf Facebook nach einem der Jugendlichen gesucht, der ihr schon während der Tat bekannt vorkam. Schließlich hatte sie ihn auf einem Foto wiedererkannt. Alle sechs Täter wurden inzwischen verurteilt, die höchste Einzelstrafe betrug vier Jahre und neun Monate Haft.

14-Jähriger erwürgt Mitschüler

Ein 14-Jähriger erwürgte im Herbst 2018 einen zwei Jahre älteren Mitschüler in einem Waldstück nahe der Schule in Wenden im Sauerland mit bloßen Händen. Der Jüngere war in den Älteren verliebt gewesen, sei aber von diesem zurückgewiesen worden, hieß es zum Motiv. Vor Gericht gestand er die Tat, er wurde zu einer Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Zehnjähriger wirft Holzklotz von Hochhaus und verletzt Kind tödlich

Ein Zehnjähriger verursacht im Oktober 2018 den Tod eines achtjährigen Berliner Jungen durch ein herabstürzendes Baumstück. Der Achtjährige war im Stadtteil Reinickendorf im Norden Berlins von dem Holzstück erschlagen worden. Das Holzstück wurde aus einem 15-stöckigen Hochhaus geworfen.

16-Jähriger wollte schwangere Ex-Freundin töten

Nach einer Messerattacke auf eine schwangere 17-Jährige wurden vier Jugendliche aus Duisburg wegen Mordversuchs zu vier bis fünfeinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Einer der Angeklagten soll der Vater des damals noch ungeborenen Kindes sein. Gegen ihn verhängten die Richter am Duisburger Landgericht die höchste Strafe. Laut Urteil wollte der 16-Jährige Mutter und Kind töten, weil er nicht Vater werden wollte. Dazu hatte er seine Ex-Freundin im September 2018 zu einem Treffen an den Rhein gelockt. Die drei Mitangeklagten waren auf sein Zeichen hin aus einem Gebüsch gesprungen und hatten die 17-Jährige angegriffen.

Zehnjähriger missbraucht Mitschüler während Klassenfahrt

Ein Missbrauchsfall an einer Berliner Grundschule sorgte im August 2018 bundesweit für Entsetzen. Ein 10 Jahre altes Kind wurde während einer Klassenfahrt missbraucht, zwei Mitschüler hatten das Opfer festgehalten, der Haupttäter war ebenfalls 10.

Mitschülerin (14) aus Mordlust getötet

Aus Mordlust tötet ein 15-jähriger Deutscher im März 2018 seine 14-jährige Mitschülerin Keira in Berlin. Die junge Eisschnellläuferin war mit mehr als 20 Messerstichen in ihrer Wohnung getötet worden. Täter und Opfer kannten sich. Sie gingen auf dieselbe Schule. In Ermittlerkreisen hieß es, dass beide zu Hausaufgaben verabredet gewesen seien. Der jugendliche Täter wurde zu neun Jahren Haft verurteilt.

Von RND/seb/dpa

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