Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Junger Polizist schießt bei Training auf Kollegen - jetzt steht er vor Gericht
Nachrichten Panorama Junger Polizist schießt bei Training auf Kollegen - jetzt steht er vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 15.08.2019
Ein Polizist sitzt weinend auf der Anklagebank. Nach einem tödlichen Schuss auf einen Kollegen hat vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen einen jungen Polizisten begonnen. Quelle: Oliver Berg/dpa
Bonn

Ein routinemäßiges Schießtraining der Bonner Polizei endet in einer Tragödie: Ein 23-jähriger Beamter wird von einem Schuss in den Hals getroffen und stirbt. Die Kugel kam aus der Waffe eines Kollegen. Am Donnerstag begann vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen den jungen Polizisten. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Die Bereitschaftspolizisten der Hundertschaft hatten am 26. November 2018 auf dem Gelände der Bundespolizei Sankt Augustin mit sogenannten Rotwaffen, also roten Waffenattrappen, das Verhalten bei einem Amokalarm trainiert. Anschließend ging es zurück ins Bonner Polizeipräsidium, wo am Schießstand im Keller ein Training mit scharfen Waffen geplant war. Die Beamten zogen sich in der Umkleide um und holten ihre echten "Schwarzwaffen", jeweils eine Walther P99, aus den Spinden.

Angeklagter Polizist soll Waffen verwechselt haben

Der Angeklagte soll dann - so beschreibt es der Staatsanwalt - mit seiner Dienstwaffe einen Schuss auf seinen Kollegen abgegeben haben: und zwar "in der Annahme, dass er noch eine Rotwaffe in der Hand hielt, und obwohl er in der Ausbildung gelernt hatte, dass Rotwaffen wie Schwarzwaffen zu behandeln sind". Der Angeklagte habe die Waffen verwechselt und hätte dies bemerken müssen, zumal sie sich schon farblich unterscheiden.

Der 23 Jahre alte Angeklagte, der am ersten Verhandlungstag immer wieder in Tränen ausbrach, räumte den Schuss ein - betonte aber, dass er nicht absichtlich auf seinen Kollegen geschossen habe. "Der Anklagevorwurf ist rechtlich völlig zutreffend, aber das Geschehen hat sich anders zugetragen", sagte sein Verteidiger.

Verteidiger: Angeklagter hat versehentlich Abzug der Pistole betätigt

Sein Mandant habe die Waffen nicht verwechselt. Vielmehr habe er die Dienstwaffe ins Holster gesteckt und dann noch mal herausgenommen, weil er dachte, sie sei nicht richtig eingerastet. Als er sie "durch Angucken kontrollierte", habe ein Geräusch - vermutlich eine zufallende Tür - ihn aufgeschreckt, so dass er versehentlich den Abzug betätigt habe.

"Es wäre mir nie eingefallen, aus Spaß auf jemanden zu schießen", sagte der Angeklagte. Es sei ihm immer wichtig gewesen, ordentlich mit Waffen umzugehen. Er habe sich erschreckt, "und dann fiel schon dieser Schuss", sagte der 23-Jährige. "Ich weiß überhaupt nicht, wie das passieren konnte."

Das Gericht hat für den Prozess drei weitere Verhandlungstage bis zum 2. September angesetzt.

RND/dpa

Dieser Besuch der Ostsee-Therme in Scharbeutz war wenig erholsam. Ein 41-Jähriger wurde mit seinem Bauch von einer defekten Drüse angezogen und hing so an einem Absauggitter fest. Er konnte sich nur schwer wieder von dem Gerät lösen.

15.08.2019

Giftige Abgase drangen in die Passagierkabinen einer Jacht in Kroatien - und töteten so einen italienischen Urlauber. Der Eigentümer der Jacht und der Kapitän wurden festgenommen.

15.08.2019

Die 15-jährige Touristin, die vor zwei Tagen tot im malaysischen Dschungel entdeckt wurde, soll an inneren Blutungen gestorben sein, die durch Verhungern und Stress ausgelöst wurden. Hinweise für eine Entführung oder Vergewaltigung gebe es nicht.

15.08.2019