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Panorama Höchste Christus-Statue der Welt fertig
Nachrichten Panorama Höchste Christus-Statue der Welt fertig
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16:11 07.11.2010
Das Standbild  bringt es auf eine Gesamthöhe von 58 Metern, die Spannweite der  ausgebreiteten Arme beträgt 24 Meter.
Das Standbild bringt es auf eine Gesamthöhe von 58 Metern, die Spannweite der ausgebreiteten Arme beträgt 24 Meter. Quelle: afp
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Die größte Christusstatue der Welt steht nun in der westpolnischen Kleinstadt Swiebodzin (Schwiebus). Im zweiten Anlauf wurde die gigantische Figur des Gottessohnes am Samstag rund 70 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt errichtet. Nach fünfjähriger Bauzeit stellt die gigantische Figur der polnischen 20 000-Seelen-Gemeinde die bislang größte Christusfigur in der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro in den Schatten.

Erst nach Einsatz eines 700-Tonnen-Krans gelang es beim zweiten Anlauf, die ausgestreckten Arme und den Kopf der Statue an den bereits früher errichteten Rumpf anzubringen. Vor zwei Wochen war die Aktion gescheitert, weil sich der Kran als zu klein für diese Last erwiesen hat.

Zusammen mit der vergoldeten Krone erreicht die Statue in Swiebodzin eine Höhe von 36 Metern und wiegt mehr als 400 Tonnen. Sie steht auf einem 16 Meter hohen Hügel. Die vor 80 Jahren in Brasilien errichtete Jesusfigur, „Cristo Redentor“, ist 30 Meter hoch und steht auf einem 8 Meter hohen Sockel.

Der Ideengeber des Projekts, ehemaliger Gemeindepfarrer Sylwester Zawadzki, machte nach dem Abschluss der Arbeiten kein Hehl aus seiner Freude. Christus selbst habe ihm diese Aufgabe übertragen, sagte der Geistliche laut der Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Er habe sich von der christlichen Symbolik leiten lassen, erläuterte Zawadzki. Die Figur sei ohne Krone 33 Meter hoch, die Zahl entspreche dem Alter, in dem Christus am Kreuz gestorben sei.

Die feierliche Einweihung der Statue ist für den 21. November geplant. Zawadzki hatte im Jahr 2000 Christus zum Schutzheiligen seiner Stadt erklären wollen, war aber am Widerstand der Kirchenführung gescheitert. Vor fünf Jahren leitete der Geistliche die Arbeiten an der Statue ein. Der Bau wurde aus Spenden finanziert. Die Stadt, die unweit der Strecke Warschau-Berlin liegt, hofft nun auf wachsende Pilgerzahlen und damit auf den wirtschaftlichen Aufschwung.

dpa/afp