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Panorama Helfer rüsten sich für schwierigen Einsatz in Haiti
Nachrichten Panorama Helfer rüsten sich für schwierigen Einsatz in Haiti
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16:32 13.01.2010
Die Infrastruktur des bitterarmen Inselstaates Haiti wurde durch das Erdbeben stark zerstört.
Die Infrastruktur des bitterarmen Inselstaates Haiti wurde durch das Erdbeben stark zerstört. Quelle: afp
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Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti bereiten sich die Hilfsorganisationen auf einen schwierigen Einsatz vor. Das Internationale Rote Kreuz, das von insgesamt bis zu drei Millionen Betroffenen ausgeht, erklärte, der bitterarme Inselstaat sei für eine Katastrophe dieses Ausmaßes nicht gerüstet. Die ersten Hilfsflüge konzentrierten sich den Angaben zufolge auf Such- und Rettungsteams, die auch Krankenstationen aufbauen und Nahrungsmittel verteilen könnten.

Hilfszusagen kamen von zahlreichen Staaten, darunter den USA und Deutschland. Die Bundesrepublik stellte rund 1,5 Millionen Euro Soforthilfen bereit, Teil davon ist eine erste Nahrungsmittel-Soforthilfe in Höhe von 500.000 Euro. Die EU-Kommission sagte drei Millionen Euro zu.

Vor Ort lief erste Hilfe an, doch die Mitarbeiter der Organisationen berichteten von erheblichen Schwierigkeiten aufgrund von Ausfällen des Strom- und Telefonnetzes. Zudem waren zahlreiche Straßen verschüttet. Der Flughafen war zwar geöffnet, doch die Zubringerstraße zur besonders betroffenen Hauptstadt Port-au-Prince war unpassierbar.

Deshalb müssen die Lieferungen möglicherweise über die benachbarte Dominikanische Republik umgeleitet werden, sagte Charles Vincent vom Welternährungsprogramm. Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz versuchten, Hilfsflüge aus Panama zu organisieren.

Aktion Deutschland Hilft“ stellt 100.000 Euro zur Verfügung

Auch deutsche Hilfsorganisationen wollen Lieferungen starten und riefen zu Spenden auf. Für erste Hilfsmaßnahmen in einem der ärmsten Länder der Welt stellt die „Aktion Deutschland Hilft“ aus seinem Nothilfefonds 100.000 Euro zur Verfügung, wie der Zusammenschluss mehrerer Organisationen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Welthungerhilfe erklärte, 100.000 Euro für die Opfer des schweren Erdbebens bereitzustellen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitet den Einsatz eines mobilen Krankenhauses vor. „Es gab schon vor dem Erdbeben keine medizinische Versorgung und kein funktionierendes Katastrophenschutzsystem auf Haiti. Die Menschen sind auf Hilfe angewiesen, und die muss von Außen kommen“, sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters.

ap