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Panorama Halle Berry im Interview: „Es gab eine Menge Gewalt zu Hause“
Nachrichten Panorama Halle Berry im Interview: „Es gab eine Menge Gewalt zu Hause“
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22:00 21.05.2019
Die zweifache Mutter Halle Berry hat jetzt, da ihre Kinder zur Schule gehen, wieder mehr Zeit für Filmprojekte. Ab dem 23. Mai ist sie in „John Wick: Kapitel 3“ zu sehen. Quelle: Tammie Arroyo/imago images

Halle Berry, für den Film „John Wick: Kapitel 3“ mussten Sie Karate lernen ...

Nicht nur Karate. Auch Judo, Aikido und Kung-Fu. Acht Stunden Fight pro Tag, und das war noch nicht alles. Ich habe auch noch Hunde trainiert. Ich kommandiere im Film zwei Schäferhunde. In Wirklichkeit waren aber fünf am Set. Darunter einige bissige Exemplare, die die Neigung haben, auf das loszugehen, was Männer im Schritt haben. (lacht)

Das hat auch Ihre Filmfigur ...

Die Hunde tun es aber nur, wenn sie mir zu Hilfe kommen.

Was passiert, wenn Halle Berry im wahren Leben um Hilfe ruft?

Niemand kommt. (lacht) Ich habe gelernt, selbstständig zu sein und Sachen, die mit mir zu tun haben, selbst in die Hand zu nehmen.

Aber es muss doch Menschen geben, die für Sie da sind.

Ja, einer von denen ist die Lehrerin, die ich in der fünften Klasse hatte. Mein Vater war ein wütender Alkoholiker. Es gab eine Menge Gewalt zu Hause. Ich war wie eine verwilderte, verängstigte Katze. Und meine Lehrerin nahm mich unter ihre Fittiche, wenn meine Mutter es nicht konnte, weil sie ein Opfer häuslicher Gewalt war.

Sie haben Gewalt erlebt. Setzen Sie bei Gewaltszenen im Film Grenzen?

Ich bin nicht der Regisseur.

Sie müssen ja eine Rolle nicht annehmen.

Das stimmt. Aber ich kann Fiktion von Realität trennen. Nehmen Sie einen Film, in dem der Superheld aus dem Fenster springt: Muss ich mir Sorgen machen, dass mein Sohn aus dem Fenster springen könnte, wenn er den Film sieht? Nein, Zuschauer werden durch Filme wie „John Wick“ in eine Fantasiewelt gebracht, die man nicht mit der realen Welt verwechseln kann. Die Kampfszenen wirken wie ein Ballett.

Zur Person: US-Schauspielerin Halle Berry

US-Schauspielerin ­Halle ­Berry (52) schaffte mit dem Drama „Monster’s Ball“ den Durchbruch – für ihre Rolle bekam sie im Jahr 2002 als erste afroamerikanische Schauspielerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Außerdem war sie unter anderem im Film „James Bond – Stirb an einem anderen Tag“ als NSA-Geheimagentin an der Seite von Pierce Brosnan zu sehen.

Das Angebot, mit Keanu Reeves zu drehen, mit dem sie nun in „John Wick: Kapitel 3“ zu sehen ist, bekam die zweifache Mutter Berry schon vor 25 Jahren – damals lehnte sie die Hauptrolle im Thriller „Speed“ ab. Jetzt kam die Paarung doch noch zustande. Im dritten Teil von Keanus Killerkultfilm „John Wick“ (Untertitel „Parabellum“) spielt Berry eine Martial-Arts-Schönheit, die Wick hilft, einem Rudel von Kopfgeldjägern zu entkommen. Der Film läuft ab dem 23. Mai in den deutschen Kinos. Und auch die nächste Fortsetzung, „John Wick 4“, ist bereits in Planung – sie soll 2021 erscheinen.

Sie haben Ihren Sohn erwähnt. Maceo ist fünf und seine Schwester elf Jahre alt. Wie bringt man als alleinerziehende Mutter Kinder und Beruf unter einen Hut?

Ich liebe meine Arbeit, aber Mutterschaft ist der bedeutendste Punkt in meinem Leben. Als sie noch klein waren, also in den letzten zehn Jahren, habe ich meine Arbeit heruntergeschraubt. Man fängt nicht mit 40 an, Kinder zu haben, um sie dann zu Hause zu lassen und Filme zu machen. Jetzt sind sie in der Schule und ich kann mich Dingen widmen, die ich außerhalb der Familie spannend finde, zum Beispiel als Nächstes meinen eigenen Film zu machen.

Erzählen Sie uns mehr.

Er heißt „Bruised“ (zu Deutsch: „lädiert“) und spielt in der Welt der Mixed Martial Arts. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die kämpft.

Lassen Sie uns raten, wer diese Frau spielt.

Richtig, ich. Weil ich die Figur elementar verstehe und ich in der besten Form meines Lebens bin.

Und das mit 52 Jahren.

Ich war immer schon athletisch. Überhaupt bin ich es leid, immer mit Zahlen abgegrenzt zu werden. Frauen müssen dieser Altersdiskriminierung einen Karatekick versetzen.

Wie war es, mit Keanu Reeves zu drehen?

Er ist ein Mann, der nicht viele Worte verliert. Sowohl vor der Kamera als auch im Leben. Er lässt seine Action sprechen. Was ich toll fand, war seine Arbeitsmoral. Die passt zu meiner. Wir waren morgens die Ersten am Set und abends die Letzten. Dass wir uns beide verletzt haben, spricht für sich.

Was war es bei Ihnen?

Drei gebrochene Rippen.

Was zeichnet für Sie einen guten Regisseur aus?

Ein Teamplayer zu sein und Schauspieler ihren Job machen zu lassen.

Welchen Regisseuren, mit denen Sie gedreht haben, eifern Sie nach?

Marc Forster ist mein Freund. Er hilft mir.

Von Dierk Sinderman/RND

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