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Panorama Grausiges Verbrechen: Gehbehinderten Mann (60) „aus Mordlust“ angezündet
Nachrichten Panorama Grausiges Verbrechen: Gehbehinderten Mann (60) „aus Mordlust“ angezündet
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17:17 03.05.2019
In diesem Plattenbauhaus in Torgau fand das schreckliche Verbrechen statt. Quelle: Wolfgang Sens
Torgau

Ein besonders brutales Verbrechen hat ein 60 Jahre alter Mann im sächsischen Torgau fast mit seinem Leben bezahlt. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei ist er bereits am 27. April in seiner Wohnung mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet worden. Das gehbehinderte Opfer erlitt dabei schwere Verletzungen. Rund ein Viertel seines Körpers sei verbrannt. Er werde in einem Brandverletztenzentrum behandelt, teilten die Behörden am Freitag mit.

Dringend tatverdächtig sind eine junge Frau (18) und zwei junge Männer (19, 21). Sie hätten die Wohnung des 60-Jährigen im Plattenbau-Stadtteil Nordwest aufgesucht. Dort sei es gegen 2 Uhr zum Übergriff gekommen. Über den Konsum von Alkohol und Drogen der mutmaßlichen Täter machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Im Augenblick gehen die Beamten davon aus, dass die drei Beschuldigten gemeinschaftlich und vorsätzlich gehandelt haben. „Die Tat war geplant“, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Leipzig. Der Tatvorwurf laute auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Handeln aus Mordlust aus. Dieses äußerst seltene Mordmerkmal wird immer dann angenommen, wenn es Wunsch des Täters ist, einen anderen Menschen sterben zu sehen.

Opfer wählte den Notruf

Viele Details des Übergriffs liegen allerdings noch im Dunklen. Der 60-Jährige habe zwar mindestens eine Person des Trios gekannt. In welchem Verhältnis sie zueinander gestanden hätten, müsse aber noch ermittelt werden. „Wir wissen auch nicht, warum gerade dieser Mann als Opfer ausgewählt wurde“, erklärte Schulz.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Wohnungsinhaber noch selbst den Notruf gewählt hat. Das habe eine Auswertung der Aufzeichnungen in der Rettungsleitstelle ergeben. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte neben dem Verletzten zwei der mutmaßlichen Täter an. Sie schoben den gewaltsamen Übergriff zunächst auf den 19-Jährigen. Nachforschungen haben nach Angaben der Ermittler aber ergeben, dass alle drei der jungen Erwachsenen in den Fall verwickelt waren. Der 60-Jährige habe sich beim Eintreffen der Rettungskräfte kurz zu dem Verbrechen geäußert. Später sei er aber wegen seinen schweren Verletzungen noch nicht ausführlich befragt worden.

Zwei Beschuldigte sind vorbestraft

Gegen den 19-Jährigen wurde bereits am 27. April ein Haftbefehl erlassen und Untersuchungshaft angeordnet. Nach weiteren Ermittlungen wurden am Freitagmorgen auch die 18-Jährige und der 21-Jährige festgenommen. Gegen sie wurde ebenfalls Untersuchungshaft angeordnet. Die beiden Männer sind bereits wegen Körperverletzung vorbestraft.

Sowohl das Opfer als auch die Beschuldigten stammen aus Torgau und sind deutsche Staatsbürger. Die weiteren Ermittlungen zu Hintergründen und Motiven der Tat dauern an.

Von Matthias Roth/RND

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