Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Feuerwehrmann wegen Brandserie vor Gericht
Nachrichten Panorama Feuerwehrmann wegen Brandserie vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 11.03.2014
Foto: In Marschacht soll ein Feuerwehrmann durch Brandstiftung ein Einfamlienhaus zerstört haben.
In Marschacht soll ein Feuerwehrmann durch Brandstiftung ein Einfamlienhaus zerstört haben. Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige
Lüneburg

Ein 17 Jahre alter Feuerwehrmann aus Bütlingen im Landkreis Harburg muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Lüneburg wegen einer Serie von Brandstiftungen verantworten. Bei den sieben Bränden in der Elbmarsch wurden im vergangenen September auch zwei Reetdachhäuser in seinem Heimatort und ein Einfamilienhaus in Marschacht zerstört, verletzt wurde niemand. Der Jugendliche war nach Angaben der Feuerwehr bei den meisten der Brände an den Löscharbeiten beteiligt. Die Serie hatte die Region in Angst und Schrecken versetzt, schließlich ermittelte eine 27-köpfige Sonderkommission.

Weil ein Jugendlicher auf der Anklagebank sitzt, wird in Lüneburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. „Der Angeklagte hat eingeräumt, einmal Strohballen angezündet zu haben, die übrigen Taten bestreitet er“, sagte Gerichtssprecher Volker König nach Prozessbeginn am Dienstag. Weil die Staatsanwaltschaft auch Anklage wegen besonders schwerer Brandstiftung erhoben habe, drohten dem Jugendlichen bis zu zehn Jahre Haft. „Allein bei den drei Häusern ist ein Sachschaden von 800 000 Euro entstanden“, sagte König. Vorgeworfen werden dem 17-Jährigen sechsfache Brandstiftung und eine Sachbeschädigung.

Die erschreckende Serie in der Elbmarsch hatte am 2. September mit rund 100 brennenden Strohballen auf einem Feld in Bütlingen begonnen, dann wurden ganz in der Nähe ein Holzstapel und Müllsäcke angezündet. Am 7. September wurde in dem Örtchen ein Reetdachhaus zerstört, nur zwei Tage später das nächste. Dann brannten Strohballen in Oldershausen und am 12. September ein Einfamilienhaus in Obermarschacht. Zwei Tage nach dem letzten Brand wurde der 17-Jährige unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Nach einer kurzen Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik kam er in Untersuchungshaft. Nachdem die 2. Große Jugendkammer einen sechsten Verhandlungstermin angesetzt hat, wird ein Urteil für den 27. März erwartet. Bis dahin sollen rund fünfzig Zeugen vernommen werden.

dpa

Panorama Bergungsarbeiten in Itzehoe beendet - „Wie nach einem Bombenangriff“
11.03.2014
Panorama Fake-Währung gegen Wucher in Brasilien - Das macht dann 3 Surreal, bitte!
11.03.2014