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Panorama Feuerwehr „sprachlos“: Anwohner beschweren sich nach Brand über zu lautes Martinshorn
Nachrichten Panorama Feuerwehr „sprachlos“: Anwohner beschweren sich nach Brand über zu lautes Martinshorn
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10:00 22.07.2019
Blinkendes Blaulicht an einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Quelle: imago/Deutzmann
Mettmann

Gleich zu acht Einsätzen innerhalb eines Tages musste die Freiwillige Feuerwehr Mettmann (NRW) am vergangenen Freitag ausrücken – unter anderem wegen einer brennenden Fritteuse, eines umgefallenen Baums und am Abend schließlich wegen eines vermeintlichen Wohnungsbrandes in einem Hochhaus. Letzterer entpuppte sich als angebranntes Essen. Eine anonyme Email, die die Feuerwehr anschließend erreichte, macht die freiwilligen Einsatzkräfte allerdings ziemlich sprachlos.

In dem Schreiben, das die Feuerwehr bei Facebook unter dem Titel „Zu laut? Zu schnell? Zu rücksichtslos?“ veröffentlichte, heißt es unter anderem: „Sollten jetzt noch ein einziges Mal die Einsatzfahrzeuge in der lautesten Sirenenfrequenz durch die Innenstadt fahren, (...) erstatten wir (...) Anzeige wegen Körperverletzung.“ Sie würden ausdrücklich bitten, die „Wilden“ noch einmal in Dienstbesprechungen auf den Einsatz der Martinshörner zu schulen, heißt es weiter. Mit dem Hinweis, die Verfasser würden Fahrten in der Innenstadt weiterhin in Bild und Ton festhalten, endet das anonyme Schreiben, das von den „kranken Anwohnern“ unterzeichnet ist.

+ + + Zu laut? Zu schnell? Zu rücksichtslos? + + + Im Nachgang zu dem gemeldeten Wohnungsbrand in einem Hochhaus an der...

Gepostet von Feuerwehr Mettmann am Sonntag, 21. Juli 2019

Viel Unterstützung für die Feuerwehr

Die Feuerwehr zeigte sich in dem Facebook-Post sprachlos „ob der inhaltlichen Intoleranz“. Große Unterstützung gibt es von Facebook-Nutzern: „Liebe Feuerwehrler, bitte bleibt dabei und lasst Licht und Horn, wie vom Gesetzgeber gefordert schön weiter brav durchlaufen“, heißt es in einem von über 1700 Kommentaren unter dem Post. Eine andere Nutzerin schreibt: „Da fehlen einem echt die Worte! Aufmunternde Grüße an alle „wilden“ Feuerwehrleute!“

Und auch an die Verfasser der Email richten sich die Facebook-Nutzer: „Ich hoffe, dass es Ihnen immer gut geht und es nie bei Ihnen zu einem „Zwischenfall“ kommt, wo Sie oder Ihre Angehörigen oder Ihre Mitbewohner oder Nachbarn die Hilfe der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes benötigen. Sollte es doch so sein, dann werden Sie nichts lieber sehen oder hören als das Blaulicht und das dazugehörige Martinhorn der Rettungskräfte, die allen dann den Allerwertesten retten und das teilweise freiwillig und in der Freizeit.“

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Von RND/seb

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