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Panorama Feuer vernichtet 45.000 Fässer Jim-Beam-Whiskey
Nachrichten Panorama Feuer vernichtet 45.000 Fässer Jim-Beam-Whiskey
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08:43 04.07.2019
Die zerstörte Lagerhalle ist kaum wieder zu erkennen. Quelle: Ryan C. Hermens/TNS via ZUMA Wire/dpa
Versailles

In einer Lagerhalle des Whiskey-Herstellers Jim Beam mit 45.000 Fässern des Alkohols ist ein Feuer ausgebrochen. Aufnahmen vom Mittwoch zeigten ein großes Trümmerfeld, aus dem noch immer Flammen schlugen. Die Zeitung „Louisville Courier Journal“ berichtete, der Brand sei am späten Dienstagabend ausgebrochen und dann auf eine zweite Lagerhalle übergegangen.

Der Feuerwehr sei es gelungen, diesen zweiten Brand zu löschen, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Rettungskräfte. Die Hitze sei jedoch so gewaltig gewesen, dass Feuerwehrfahrzeugen die Scheinwerfer geschmolzen seien. Drei weitere Lagerhäuser seien gerettet worden. Verletzte habe es nicht gegeben.

Der Brand hinterließ ein Bild der Zerstörung:

Das Whiskey-Unternehmen Beam Suntory, zu dem Jim Beam gehört, erklärte, 45.000 Fässer eines „relativ jungen“ Whiskeys seien den Flammen zum Opfer gefallen. Ersten Erkenntnissen zufolge sei das Feuer Folge eines Blitzeinschlags gewesen, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens weiter, aus der der Sender NBC News zitierte.

Millionenschaden und Umweltgefahren

Die Destillerie Jim Beam erklärte, der Brand habe rund ein Prozent ihrer Lagerbestände vernichtet. Die Zeitung „Courier Journal“ aus Louisville rechnete vor, wenn der Whiskey aus allen Fässern abgefüllt worden wäre, hätte dies mindestens sechs Millionen 0,75-Liter-Flaschen ergeben.

Ein Großteil des Whiskeys in der Lagerhalle sei verbrannt, sagte Katastrophenschutzchef Drew Chandler. Das habe immerhin den Vorteil, dass weniger Bourbon in einen nahen Bach geflossen sei. Die Umweltbehörde teilte jedoch mit, trotzdem sei Whiseky bis in den Kentucky River gelangt, dem das gar nicht bekomme. Bourbonreste könnten den Sauerstoffgehalt im Wasser senken und zu einem Fischsterben führen. Außerdem verfärbe sich das Wasser, schäume und stinke.

Am Brandort habe zudem ein starker Geruch von Bourbon in der Luft gelegen.

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Von RND/dpa/AP