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Panorama Jugendamt-Mitarbeiter muss Geldstrafe zahlen
Nachrichten Panorama Jugendamt-Mitarbeiter muss Geldstrafe zahlen
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11:47 12.04.2016
Foto: Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald muss der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt eine Geldstrafe zahlen.
Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald muss der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt eine Geldstrafe zahlen. Quelle: Winfried Rothermel/dpa
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Freiburg

Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald muss der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt eine Geldstrafe zahlen. Sie umfasse drei Nettomonatsgehälter, teilte die Staatsanwaltschaft Freiburg am Dienstag mit, ohne Zahlen zu nennen. Diese Höhe sehe ein Strafbefehl vor, den das Amtsgericht Titisee-Neustadt auf Antrag des Staatsanwaltes erlassen habe. Der 45 Jahre alte Mitarbeiter des Kreisjugendamtes habe sich der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen schuldig gemacht.

Er habe es versäumt, den Jungen richtig vor Gewalt zu schützen und ihn aus der Familie zu nehmen. Gegen den Strafbefehl könne er Widerspruch einlegen, dann komme es zum Prozess.

Alessio war Mitte Januar vergangenen Jahres in Lenzkirch im Schwarzwald zu Tode geprügelt worden. Sein Stiefvater wurde im Oktober 2015 vom Landgericht Freiburg zu sechs Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Er hatte die Tat gestanden. Das Jugendamt steht seit dem Tod des Jungen in der Kritik. Es soll Warnungen ignoriert und Alessio unzureichend geschützt haben. Bereits Mitte 2013 hatten Mediziner Hinweise auf Kindesmisshandlung. Doch das Jugendamt ließ den Jungen in der Familie. Dort starb er.

dpa

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