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Panorama Fahrstuhlfahren ist sicherer als Fliegen
Nachrichten Panorama Fahrstuhlfahren ist sicherer als Fliegen
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15:27 20.11.2018
Ein Mann wartet auf einen Fahrstuhl. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
Hannover

Etwa 32 Prozent der Menschen fürchten sich vor großen Höhen, acht Prozent haben sogar ganz konkret Angst vor Fahrstühlen, geht aus einer Studie hervor. Bestärkt werden solche Ängst von Vorfällen wie jüngst in Chicago. Dort ist ein Aufzug 84 Stockwerke in die Tiefe gestürzt. Doch wie gefährlich ist es wirklich, den Fahrstuhl der Treppe vorzuziehen? Sind die Ängst der Menschen begründet?

Die meisten Aufzüge werden von sechs bis acht Tragseilen gehalten. „Wenn da ein Seil reißt, passiert erst einmal gar nichts“, sagte Oliver Nedden, Geschäftsleiter bei der Firma Lutz Aufzüge in Hamburg, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Jedes Seil für sich trägt die Last, und zwar um ein Vielfaches“, bestätigte Annika Burchard vom Tüv Nord. Und für den Fall, dass mehrere Seile reißen und der Fahrkorb abzustürzen droht, gibt es eine sogenannte Fangvorrichtung. Die funktioniert ganz einfach: Während des Fahrbetriebes wird ununterbrochen die Geschwindigkeit gemessen. „Wird eine Übergeschwindigkeit festgestellt, lösen die Bremsbacken aus“, sagt Oliver Nedden. Die krallen sich dann in die Führungsschienen des Fahrkorbes fest und bringen ihn zum Stehen. Über diese Fangvorrichtung, die in den 1920er Jahren erfunden wurde, verfügt jeder Aufzug.

Deutschlandweit rund 640.000 Aufzüge

„Die meisten Unfälle passieren aber gar nicht im normalen Betrieb, sondern bei Wartungsarbeiten“, sagt Oliver Nedden. Dies bestätigt auch ein Fall aus Hamburg aus dem August. Dort wurde ein Techniker vom Fahrkorb begraben, als er im Aufzugschacht Wartungsarbeiten durchführte. Beim Vorfall in Chicago befand sich der Aufzug in einem sogenannten blinden Schacht. Es gab also keine Öffnungen für die Feuerwehr – die Rettungskräfte mussten erst mühselig nach der Kabine suchen und dann die Betonwand durchbrechen.

Im letzten Jahr gab es deutschlandweit rund 640.000 Aufzüge. „Je nach Frequentierung müssen sie gewartet werden“, sagt Oliver Nedden. Ein gängiger Aufzug mit fünf Haltestellen und einem Zugang von nur einer Seite – das Gegenteil wäre der sogenannte Durchlader – wird alle drei Monate von Fachfirmen gewartet. „In wichtigen Gebäuden, etwa in Krankenhäusern, kann das auch monatlich sein“, sagt Oliver Nedden. Wann gewartet werden muss, legt der Betreiber fest. „Es kommt darauf an, ob der Aufzug in einem Einkaufszentrum ist oder am Ende einer Lagerhalle“, sagt Annika Burchard. Von der Wartung unabhängig ist die jährliche Prüfung. Sie wird von unabhängigen, zugelassenen Sachverständigen durchgeführt, die Seile, die Antriebe, den Geschwindigkeitsbegrenzer oder die Notrufweiterleitung überprüfen.

Nach der Prüfung werden die Mängel in geringfügig, sicherheitserheblich und gefährlich eingestuft. Nur bei solchen der letzteren Kategorie, etwa wenn der Aufzug mit geöffneten Türen losfahren würde, muss er umgehend stillgelegt werden. Bei sicherheitserheblichen Mängeln wird eine Frist gesetzt, innerhalb derer der Mangel behoben werden muss. Zudem gibt es dann eine Nachkontrolle. Ein solcher Mangel wäre etwa ein defektes Tragseil.

„Grundsätzlich ist der Aufzug das sicherste Verkehrsmittel“

So richtig erklären kann Oliver Nedden sich den beschriebenen Vorfall aus Chicago nicht – vor allem, weil es heißt, es sei nur ein Seilzug gerissen. Dass die Kabine schwer zugänglich war, ist für ihn hingegen sehr gut vorstellbar. „Ich komme gerade aus Las Vegas und da fährt man plötzlich in den 38. Stock“, sagt er. Wenn der Fahrstuhl dann stecken bliebe, könne die Rettung natürlich dauern. In Deutschland gebe es solche großen Systeme eher selten und die Schächte seien größtenteils gut zugänglich. „Grundsätzlich ist der Aufzug das sicherste Verkehrsmittel“, sagt Oliver Nedden – sicherer etwa als Autofahren oder Fliegen. Wenn man bedenke, wie viele Menschen ihn täglich nutzen, dann seien die Unfallquoten absolut zu vernachlässigen.

Von RND/df

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