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Panorama Erste Buslinie für Obdachlose in Berlin gestartet
Nachrichten Panorama Erste Buslinie für Obdachlose in Berlin gestartet
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12:14 06.05.2019
Ein Obdachloser schläft in Berlin auf einer mit Pappkarton ausgelegten Bank im Regierungsviertel. (Archivfoto) Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

In Berlin ist seit Montag die erste Buslinie für Obdachlose im Einsatz. Die beiden Busse mit insgesamt 16 Plätzen fahren Orte an, wo sich viele Obdachlose aufhalten, um dort Hilfe anzubieten. Träger des Projektes ist die Karuna Sozialgenossenschaft. „Wir wollen damit auf der Straße lebende Menschen erreichen, die ihre Mobilität eingebüßt haben“, sagte Karuna-Vorstand Jörg Richert in Berlin. Die Busse bringen die Obdachlosen zu Ärzten, Friseuren, Behörden oder Sozialeinrichtungen, wo sie duschen oder etwas essen können.

Montags bis donnerstags fahren die Karuna SUB Busse, so der offizielle Name, unter anderem den Treptower Park, den Leopoldplatz im Wedding, den Mariannenplatz und den Lichtenberger Bahnhof an. Jeden Freitag werden die Busse von 9 bis 16 Uhr ganztägig am Mariannenplatz Station machen. Die Haltestelle vor der dortigen St. Thomas-Kirche wird zudem von Sommer an durch einen weiteren Duschbus für Frauen des Sozialdienstes Katholischer Frauen ergänzt.

In Berlin leben zwischen 6000 und 8000 Obdachlose

Die Idee für die sogenannten Duschbusse kommt aus den USA. Am Freitag fand im Beisein von Berlins Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Alexander Fischer (Linke), der sozialpolitischen Sprecherin der Berliner Grünen-Fraktion und Initiatorin des Projektes, Fatos Topac, und der Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Hermann (Grüne), die Jungfernfahrt der beiden Berliner Busse statt. Einen Duschbus soll es von Sommer an auch in Hamburg geben.

Finanziert werden die Busse über das Integrierte Sozialprogramm (ISP). In Berlin gibt es derzeit geschätzt zwischen 6000 und 8000 Obdachlose.

Von RND/epd