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Panorama Ermittlung nach Krebs von Asse-Mitarbeitern
Nachrichten Panorama Ermittlung nach Krebs von Asse-Mitarbeitern
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13:13 13.08.2009
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Erst in einigen Monaten sei ein Zwischenergebnis zu erwarten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Joachim Geyer, am Donnerstag. „Das wird eine schwierige Geschichte.“ Mittlerweile hat ein zweiter ehemaliger Asse-Beschäftiger nach einer Leukämie-Erkrankung Strafanzeige gestellt, sagte Geyer und bestätigte einen Bericht der „Braunschweiger Zeitung“. Die Männer befürchten, dass sie durch eine erhöhte Dosis radioaktiver Strahlung krank geworden sind.

Es werde nicht leicht, andere Ursachen für den Blutkrebs dieser früheren Mitarbeiter auszuschließen, sagte Geyer. Zudem gebe es Probleme, überhaupt einen Sachverständigen zu finden. Außerdem muss die Justiz prüfen, ob die Fälle nicht schon verjährt sind. In einigen Monaten werde sich „ein Trend abzeichnen“, sagte der Braunschweiger Staatsanwalt.

Die Justiz stützt sich bei ihren Ermittlungen auch auf Untersuchungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, das die marode Schachtanlage Asse bei Wolfenbüttel betreibt. Das BfS leitet ein Gesundheitsmonitoring ein, nachdem Befürchtungen laut wurden, dass Krebserkrankungen früherer Mitarbeiter mit der Arbeit unter Tage zusammenhängen könnten.

Die Beschäftigten sollen Ende 2010 Klarheit über ihre Strahlenbelastung erhalten. Alle Mitarbeiter, die seit 1967 mehr als vier Wochen unter Tage gearbeitet haben oder über Tage mit dem radioaktiven Abfällen umgegangen sind, werden in die Untersuchung eingezogen.

Der an Leukämie erkrankte Eckbert Duranowitsch, der Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung gestellt hatte, warf dem früheren Asse-Betreiber vor, die Gefahr im Umgang mit den radioaktiven Stoffen verschwiegen zu haben. Er hatte von 1987 bis 1990 in der Schachtanlage gearbeitet und war 1999 erkrankt.

lni