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Panorama Ein Jahr danach: L’Aquila erinnert an Erdbeben
Nachrichten Panorama Ein Jahr danach: L’Aquila erinnert an Erdbeben
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10:39 06.04.2010
Die Stadt ist noch im Wiederaufbau: Viele Menschen sind auch heute noch in Notunterkünften, Pensionen und Militärkasernen untergebracht.
Die Stadt ist noch im Wiederaufbau: Viele Menschen sind auch heute noch in Notunterkünften, Pensionen und Militärkasernen untergebracht. Quelle: dpa
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Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben hat die italienische Stadt L’Aquila der Opfer der Naturkatastrophe gedacht. Auf dem Domplatz der Regionalhauptstadt in den Abruzzen versammelten sich am Dienstagmorgen um 3.32 Uhr - der Uhrzeit des Bebens, bei dem im Vorjahr 308 Menschen starben und mehr als 1600 verletzt wurden - rund 25.000 Menschen mit Kerzen und Fackeln zu einer Schweigeminute. Dabei wurden die Namen der 308 Todesopfer vorgelesen.

Das Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hatte am 6. April 2009 die Gegend in und um die mittelalterlichen Stadt in Mittelitalien zerstört. Zehntausende Menschen waren monatelang obdachlos. Viele sind auch heute noch in Notunterkünften, Pensionen und Militärkasernen untergebracht.

Mit Kerzen harrten viele Einwohner von L’Aquila mehrere Stunden auf der historischen „Piazza Duomo“. Am Montagabend hatte sich der Stadtrat in einer Kirche zu einer Andacht versammelt. Auch Hunderte von Bürgern nahmen im Gotteshaus und davor an der Versammlung teil.

Die Reden der offiziellen Vertreter der Stadt wurden mehrfach durch Pfiffe unterbrochen, vor allem als eine Grußbotschaft von Ministerpräsident Silvio Berlusconi vorgelesen wurde. Beifall erntete dagegen ein Schreiben von Giorgio Napolitano, in dem der Staatspräsident „den beispiellosen Tatendrang und die Großzügigkeit“ beim Wiederaufbau der Stadt lobte. L’Aquilas Bürgermeister Massimo Cialente dankte „allen, die uns hier so tatkräftig unterstützt haben“.

dpa