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Panorama Edeka-Aufsichtsratschef Simmel bei Notwasserung leicht verletzt
Nachrichten Panorama Edeka-Aufsichtsratschef Simmel bei Notwasserung leicht verletzt
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18:14 29.04.2009
Simmel wurde nur leicht verletzt und rettete sich schwimmend an Land. Quelle: Heiner Lahmann/ddp
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Experten könnten voraussichtlich erst am Donnerstagvormittag mit dem Heben des Wracks beginnen, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Ein Hamburger Bergungsunternehmen habe den Auftrag erhalten.

Das Wrack soll aus dem Schlick gespült und anschließend auf einem Ponton abgesetzt werden. Bei dem 49-jährigen Piloten der havarierten zweimotorigen „Cessna“ handelt es sich um den Aufsichtsratsvorsitzenden der Supermarktkette Edeka, Peter Simmel, wie eine Firmensprecherin bestätigte. Simmel sei bei der Notwasserung leicht verletzt, aber kurz darauf wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

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Simmel hatte laut Polizei mit seiner Privatmaschine vom Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel nach Altenburg in Thüringen fliegen wollen. Er war allein an Bord. Kurz nach dem Abflug kam es dann offenbar zu einer Verkettung widriger Umstände.

So stellte der Pilot nach eigenen Angaben fest, dass Navigationsinstrumente ausgefallen waren und wollte deshalb nach Fuhlsbüttel umkehren. Weil der 49-Jährige den Airport jedoch nur im Sichtflug ansteuern konnte und für Fuhlsbüttel noch in Warteschleifen kreisen musste, wollte er auf der Startbahn des Airbus-Werkes in Hamburg-Finkenwerder notlanden. Allerdings zeigten die Instrumente zudem auch nicht mehr an, ob das Fahrwerk ausgefahren war. Ein Einrasten des Fahrwerks hatte Simmel nicht gehört. Deswegen entschied er sich für die Notwasserung im Elbe-Wattgebiet Mühlenberger Loch nahe dem Airbus-Werk.

Die „Cessna“ überschlug sich bei der Notwasserung. Ein Notarzt versorgte den leicht verletzten Piloten. Ein Rettungswagen brachte ihn anschließend ins Krankenhaus. Ein erster Bergungsversuch der Feuerwehr scheiterte in der Nacht zu Mittwoch wegen zu geringen Wasserstands. An der Unglücksstelle wurde eine Ölsperre ausgelegt. Schadstoffe traten dem Polizeisprecher zufolge jedoch nicht aus. Das Flugzeug steckt im seichten Wasser im Schlick, etwa 40 Meter vom Ufer entfernt.

ddp