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Panorama Chiles Innenminister gibt Ureinwohnern Schuld an Waldbränden
Nachrichten Panorama Chiles Innenminister gibt Ureinwohnern Schuld an Waldbränden
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22:41 07.01.2012
Foto: Der chilenische Innenminister verdächtigt Ureinwohner, einen Teil der Waldbrände gelegt zu haben.
Der chilenische Innenminister verdächtigt Ureinwohner, einen Teil der Waldbrände gelegt zu haben. Quelle: dpa
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Santiago de Chile

Ein Sprecher der Ureinwohner wies den Vorwurf der Brandstiftung zurück. Angol Huenchullan sagte am Samstag der Nachrichtenagentur dpa, die Mapuche hätten mit den Bränden in der südchilenischen Region Araucania nichts zu tun.

Der Brand ist nach Angaben des Katastrophenschutzes vom Samstag unter Kontrolle. Das Feuer hat rund 55.000 Hektar aufgeforsteten Wald sowie Grünland zerstört. Sieben Feuerwehrleute waren am Mittwoch ums Leben gekommen.

Bei einem weiteren Waldbrand im südlich gelegenen Nationalpark Torres del Paine sind nach Angaben der Behörde bisher 15.100 Hektar zerstört worden. Von den insgesamt sechs Waldbränden konnte bis Samstag nur einer nicht vollständig gelöscht werden.

Der Vorwurf der Brandstiftung rief bei den Mapuche-Indianern große Verärgerung hervor. „Wir fordern, dass Minister Hinzpeter sich entschuldigt, seine Worte werden nur die Unterdrückung des Mapuche-Volkes stärken und die Anwendung des Antiterrorismus-Gesetzes aus der Pinochet-Zeit rechtfertigen“, sagte der Sprecher. Auch der zuständige Staatsanwalt Sabas Chahuán forderte Zurückhaltung. Die Brände könnten auch eine Folge von Fahrlässigkeit sein. 

dpa