Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama 44-jähriger Segler auf Steinhuder Meer vermisst
Nachrichten Panorama 44-jähriger Segler auf Steinhuder Meer vermisst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:22 26.04.2009
Anzeige

Tausende Ausflügler beobachteten am Wochenende vom Ufer aus, wie Einsatzkräfte nach dem 44-Jährigen suchten. Auch ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Polizeihubschrauber kreiste über dem Steinhuder Meer. Dennoch blieb die Suche bisher erfolglos.

Nach Angaben der Polizei war der Mann gemeinsam mit zwei 24- und 21-jährigen Frauen sowie einem 60-jährigen Mann am Sonnabend zu einem Segeltörn auf dem Steinhuder Meer aufgebrochen. Im sogenannten Ostenmeer, also dem östlichen Teil des Binnengewässers, ereignete sich gegen 14.45 Uhr das Unglück.

Anzeige

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte sich der 44-Jährige am sogenannten Trapezdraht befestigt, um sich über den Bootsrand hinauslehnen und so die Schräglage des Bootes beeinflussen zu können. Dabei soll der Draht gerissen und der 44-Jährige ins Wasser gefallen sein.

„Die restliche Mannschaft hat ein sogenanntes Mann-über-Bord-Manöver durchgeführt und versucht, das Opfer zu erreichen“, sagte eine Polizeisprecherin. Zunächst hätten die drei Segler noch Blickkontakt mit dem 44-Jährigen halten können, dann sei er verschwunden. Eine Schwimmweste soll er nicht getragen haben.

DLRG, Polizei und Feuerwehr suchten am Sonnabendnachmittag mit sechs Booten nach dem Vermissten. Gegen 18 Uhr brach zunächst die Feuerwehr, mit Einbruch der Dunkelheit auch die Wasserschutzpolizei den Einsatz ab.

Am Sonntagmorgen ging die systematische Suche auf dem Wasser weiter, wurde gegen Mittag aber wieder abgebrochen. Gestern Nachmittag konzentrierte sich die Wasserschutzpolizei auf den Uferbereich. In Wathosen durchforsteten Polizisten bis zum Abend das hohe Schilf – ohne Ergebnis. Anwohner berichteten, der 44-Jährige sei mit seinen Segelpartnern auf dem Jollenkreuzer „Sparschwein“ unterwegs gewesen. Das Boot gehört dem Akademischen Segelverein zu Hannover. Die Suche soll am Montag fortgesetzt werden.

von Vivien-Marie Drews und Tim Schaarschmidt