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Panorama 16-jährige Schülerin in Polizeigewahrsam
Nachrichten Panorama 16-jährige Schülerin in Polizeigewahrsam
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08:31 12.05.2009
Eine 16-jährige Schülerin ist maskiert und mit mehreren Messern bewaffnet in das Schulgebäude des Albert-Einstein-Gymnasiums in Sankt Augustin eingedrungen.
Eine 16-jährige Schülerin ist maskiert und mit mehreren Messern bewaffnet in das Schulgebäude des Albert-Einstein-Gymnasiums in Sankt Augustin eingedrungen. Quelle: Henning Kaiser/ddp
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Die Gymnasiastin hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Montag einen Rucksack voller Molotow-Cocktails mit zum Albert-Einstein-Gymnasium gebracht und wurde womöglich nur durch das Zusammentreffen mit einer Mitschülerin auf der Toilette von der Tat abgehalten. Die Gymnasiastin hatte ihre Mitschülerin verletzt und war geflüchtet.

Die Fahndung sei eingestellt, sagte der Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Einzelheiten etwa dazu, wie die Schülerin in Polizeiobhut kam, und zu ihrem Befinden wollte er zunächst nicht erläutern. Auch nach einer mehrstündigen groß angelegten Suche hatte die Polizei die flüchtige Schülerin zunächst nicht fassen können. Es sei "nicht ganz fern liegend", dass es Ziel des Mädchens gewesen sei, ihre Schule anzuzünden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn.

Zum Angriff auf die Mitschülerin erläuterten die Ermittler, dass die maskierte Teenagerin sich auf eine Toilette im Schulgebäude zurückgezogen habe. Dort habe eine andere Schülerin etwas von den Plänen des Mädchens gemerkt und es zur Rede stellen wollen. Die 16-Jährige habe daraufhin die Mitschülerin mit einem Messer angegriffen und sich leicht an der Hand verletzt, weshalb das Mädchen im Krankenhaus behandelt wurde. Die Schulleitung hatte nach dem Angriff Amokalarm ausgelöst.

Bei dem anschließenden Polizeieinsatz hatten die Beamten die Schule mit gut 800 Kindern und Jugendlichen räumen lassen und durchsucht. Dabei fanden die Polizisten außer Molotow-Cocktails und einer Gaspistole auch einen Brief des Mädchens, zu dessen Inhalt sich die Staatsanwaltschaft aber nicht äußern wollte.

afp

12.05.2009
12.05.2009