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Medien & TV „taz“ mit neuem Layout und Beilage
Nachrichten Medien & TV „taz“ mit neuem Layout und Beilage
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09:51 16.04.2009
Ein Titel-Dummy der sonntaz. Quelle: taz/ddp
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„Die ’taz’ ist jetzt spielerischer und luftiger“, sagte Peter Unfried, stellvertretender Chefredakteur, am Mittwoch in Berlin. Das Layout der „taz“ wurde von Lukas Kircher neu gestaltet, dessen Arbeiten bereits zweimal mit dem Titel World Best Designed Newspaper ausgezeichnet wurden.

Die erste überarbeitete Ausgabe erscheint am Samstag (18. April) mit der ebenfalls neuen Wochenendbeilage „sonntaz“, die im Einzelverkauf neue Käufer gewinnen soll. „Samstag ist unser stärkster Tag am Kiosk“, sagte Unfried. Die „sonntaz“ soll eine klare Trennung von aktueller Berichterstattung und längeren Lesestücken bieten, die sich auf die Themen der kommenden Woche beziehen. Das Format sei ein „starkes Argument, um Leute zu gewinnen, die in der Woche keine gedruckte Zeitung mehr lesen wollen“.

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Die neue Wochenendausgabe erscheint im Gegensatz zur werktäglichen „taz“ in Farbe. Zum überarbeiteten Layout der „taz“ gehört ein Zeitungskopf, in dem der Schriftzug „die tageszeitung“ nun invers in weißer Schrift auf rotem Grund ist.
Zum 30. Geburtstag am Freitag (17. April) startet zudem der taz-Kongress „Tu was!Freiheit & Utopie“ in Berlin, der am Wochenende rund 70 Diskussionsveranstaltungen zu gesellschaftlichen und politischen Themen bietet. Unter der Überschrift „Wer hat Angst vor Schwarz-Grün?“ treffen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, aufeinander.

Die erste „taz“ erschien am 17. April 1979 mit einer Startauflage von 63 000 Exemplaren. Unfried sieht die noch immer oft als linke Tageszeitung bezeichnete „taz“ heute eine als bürgerliches Blatt: „Wir haben unsere Ideale nicht verkauft, sondern die Realitäten daran angepasst.“

Das Blatt verkauft sich überwiegend über Abonnements. Seit jeher von wirtschaftlichen Zwängen bedroht, wurde 1992 die „taz“-Genossenschaft gegründet, die heute 8504 Mitglieder zählt. Die Teilhaber zahlen Beiträge, die sich jährlich auf 500.000 bis 600.000 Euro summieren und das Überleben der „taz“ sichern.

Zuletzt sorgte eine Fotomontage des als Jesus ans Kreuz genagelten Jürgen Klinsmann mit der Monty-Python-Liedzeile „Always Look on the Bright Side of Life“ am vergangenen Osterwochenende für Aufsehen. Klinsmann und der FC Bayern kündigten rechtliche Schritte an und verlangten Unterlassung, was die „taz“ ablehnte.

ddp