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Medien & TV Volles Risiko
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08:36 18.03.2014
Von Dirk Schmaler
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover/Berlin

Hacker weltweit haben sich dieses Datum wahrscheinlich rot im Kalender eingetragen: Der 8. April wird ihnen unzählige neue Möglichkeiten bieten, in fremde Computersysteme einzudringen. Der Grund liegt in einer Entscheidung der Softwareschmiede Microsoft in Kalifornien: In drei Wochen stellt das Unternehmen die Pflege für das beliebte, aber in die Jahre gekommene Betriebssystem Windows XP ein. Neu entdeckte Lücken im Betriebssystem werden dann nicht mehr per Update geschlossen. Wer danach das alte System noch weiter nutzt, geht ein hohes Risiko ein. Doch nicht nur Millionen heimische Rechner sind betroffen. Auch der Bundestag und die niedersächsische Landesregierung sind nicht auf den lange angekündigten Servicestopp vorbereitet.

„Ohne die Bereitstellung aktueller Sicherheitsupdates können diese alten Versionen von Windows und Office zum Ziel für Angreifer werden“, erklärt der Branchenverband Bitkom. Und auch das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor negativen Folgen. Die Experten rechnen damit, dass neue in Windows XP gefundene Schwachstellen von Onlinekriminellen schon heute nicht benutzt und erst nach Ende des Supports aktiv eingesetzt werden – ohne dann noch Gegenmaßnahmen befürchten zu müssen. Bisher laufen noch 30 Prozent der Computer weltweit mit dem 13 Jahre alten System.

Allein in der niedersächsischen Landesverwaltung sind nach Angaben der Staatskanzlei etwa 7500 Computerarbeitsplätze mit dem XP-System ausgestattet – und künftig ein leichtes Ziel für Trojaner, Viren und Hacker. Der Landesregierung ist das Problem bekannt. „Wir arbeiten daran, noch in diesem Jahr die Hardware und Software zu erneuern“, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Michael Jürdens. Es hatte in der Vergangenheit bei der schon seit 2012 geplanten Aktualisierung durch den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Probleme gegeben. Nun ist der neu gegründete Landesbetrieb IT.N für das Projekt zuständig. Künftig sollen die Rechner mit Windows 8.1 bestückt werden.

Auch im Bundestag hat man die Aktualisierung auf ein neues Betriebssystem offenbar nicht rechtzeitig bewältigt – obwohl die Computersysteme im Berliner Regierungsviertel zahlreichen Onlineattacken ausgesetzt sind. Einem Bericht der „Welt“ zufolge laufen im Bundestag noch rund 5400 Rechner mit Windows XP. Wie sich der Bundestag bis zur Einführung neuer Systeme vor Angriffen schützt, ist Geheimsache. Ein Sprecher der Bundestagsverwaltung erklärte, der Bundestag gebe grundsätzlich keine Auskünfte zu IT-Sicherheitsmaßnahmen. Ob es die gibt, wird nach dem 8. April getestet werden.

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