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Medien & TV So schimpft Schlager-Veteran Freddy Quinn über die TV-Shows von heute
Nachrichten Medien & TV So schimpft Schlager-Veteran Freddy Quinn über die TV-Shows von heute
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12:10 01.08.2019
Freddy Quinn schaltet bei Schlagersendungen den Fernseher am liebsten ganz aus – doch eine Lieblingssendung hat er schon. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
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Hannover

Er hat schon in zwölf Sprachen gesungen, spielt Gitarre, Saxofon und Klavier und gilt als Schlagerlegende schlechthin. Jetzt hat der Sänger und Entertainer Freddy Quinn (87), der in vielen TV-Shows seit den 50er Jahren zu sehen war, mit der deutschen Fernsehlandschaft abgerechnet.

„Ich ertrage das meiste nicht, was mittlerweile im Fernsehen läuft“, so der Entertainer gegenüber der „Bild“. Beim ZDF-„Fernsehgarten“ müsse er schnell wegschalten. Das Playback sei noch nicht einmal lippensynchron. Solche TV-Shows würden ihm wehtun, da schalte er gar nicht erst rein.

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Auch die Schlager-Großverdienerin Helene Fischer (34) würde ihm nichts sagen. „Die kenne ich gar nicht richtig. Interessiert mich nicht“, so Quinn weiter. Ihr Ex-Freund Florian Silbereisen wiederum sagt ihm etwas. Doch als Kapitän auf dem ZDF-„Traumschiff“ hält er den für völlig ungeeignet. „Als ,Traumschiffkapitän‘ ist er die Fehlbesetzung überhaupt. Da muss ein richtiger Kerl hin! Er kann in der Bord-Gastronomie servieren. Sonst nix!“

Freddy Quinn rechnet mit Schlagerszene und „Tatort“ ab

Nicht nur die Schlagerszene im TV regt den Sänger auf. Auch der „Tatort“ im Ersten sei nicht mehr das, was er früher mal war. „Schimanski und so waren Kommissare! Die haben einfach ermittelt. Heute ist alles verwirrend und durcheinander.“

Doch so ganz zum Rundumschlag holt Quinn in dem Interview nicht aus – er sieht auch positive Seiten. So mag er den Designer und Moderator Guido Maria Kretschmer – und schaut sich auch seine Sendung „Shopping Queen“ bei Vox gerne an. „Ich find’s toll, wie normal der mit seiner Homosexualität umgeht. So offen und frei. Macht ja auch nicht jeder“, so der 87-Jährige. Und sich lässt er bei seinen Tiraden auch nicht außen vor: Auch über seine eigenen Sendungen würde er schimpfen – über sich selbst. „Weil ich handwerkliche Fehler finde“, so Quinn.

Von RND/goe