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Medien & TV Klinsmann geht juristisch gegen „taz“ vor
Nachrichten Medien & TV Klinsmann geht juristisch gegen „taz“ vor
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16:20 14.04.2009
Klinsmann am Kreuz: die Karikatur in der "taz" Quelle: Lennart Preiss/ddp
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Klinsmann habe über eine Anwaltskanzlei mitgeteilt, er wolle die „taz“ auf Schadenersatz und Unterlassung verklagen, teilte das Blatt am Dienstag mit. Die „taz“ will entsprechende Erklärungen aber nicht unterschreiben und sieht einem Prozess nach eigenen Angaben gelassen entgegen.

Klinsmann war in der Osterausgabe am Kreuz gezeigt worden, nachdem die Bayern vergangene Woche in der Champions League 0:4 beim FC Barcelona verloren hatten. Neben dem Bild stand die Schlagzeile „Always Look on the Bright Side of Life“ als Anspielung auf den Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“. Die Unterzeile lautete „Von Deutschlands Superstar zu Bayerns Buhmann“.

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Klinsmann sei „zutiefst und massiv“ in seiner Menschenwürde und seinem Persönlichkeitsrecht verletzt, erklärte die Anwaltskanzlei laut „taz“ im Auftrag des Trainers. Auch der Mediendirektor des FC Bayern, Markus Hörwick, halte das Titelbild für eine beispiellose mediale Entgleisung, welche nicht mehr durch die Meinungsäußerungs- und Kunstfreiheit gedeckt sei. Die taz soll demnach eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung unterzeichnen. Die Anwaltskanzlei habe einen Streitwert von 100.000 Euro angesetzt und fordere bei Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe in Höhe von 50.000 Euro.

afp