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Medien & TV Tag 14 im RTL-Dschungel: Cola-Chris ist neidisch, und niemand fliegt raus
Nachrichten Medien & TV Tag 14 im RTL-Dschungel: Cola-Chris ist neidisch, und niemand fliegt raus
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07:28 25.01.2019
Sandra Kiriasis (l.) und Felix van Deventer in der Dschungelprüfung. Quelle: TVNOW / Stefan Menne
Hannover

Mit der viel gepriesenen Artenvielfalt des Dschungels ist es zumindest im australischen nicht mehr allzu weit her. Wer sich die Speise- und Tanzkarten dort so ansieht, könnte nämlich zusehends den Eindruck gewinnen, bis auf badewannenweise Kakerlaken, dicke Maden, grüne Ameisen und ein paar tendenziell ungefährliche Spinnen-, Echsen-, Schlangenarten sei der regionale Regenwald allenfalls von Innereien getöteter Tiere bevölkert.

Stinkendes, beißendes, stechendes, knorpeliges, zähes, klebriges, ergo ätzendes, aber gesundheitlich harmloses Ekelzeugs also, das auch bei der gefühlt 3037. Prüfung im 13. Urwaldcamp milliardenfach zum Einsatz kommt.

Das sind die Geheimfavoriten im Dschungelcamp

Und so besteigen die zwei gar nicht mehr ganz so geheimen Geheimfavoriten Sandra Kiriasis und Felix von Deventer an diesem Donnerstag kurz vor Mitternacht deutscher Zeit eine Stretch-Limousine und suchen in der „Wasch-Strafe“ genannten Fahrerkabine begleitet von der angesprochenen Fauna zwölf halbe Sterne. Davon schaffen sie – auch der Wiederwille gebiert ihre Routinen – immerhin acht, weshalb beide bei der Rückkehr ins ersichtlich geleerte Basislager beseelt „Car Wash“ singend um die Wette giggeln, als wären sie so jung wie Felix‘ durchschnittliche GZSZ-Fans.

Cola für Chris, Pizza für Bastian

Tag 14 im Dschungel und noch kein Star ist freiwillig aus dem Camp gegangen. Dafür gibt es heute eine Belohnung. Cola, Pizza und eine reisen Überraschung.

Es ist schon verblüffend zu betrachten, wie sich ausgewiesene Konsumgören unter den Bedingungen struktureller Entbehrung selbst über kleinste Extra-Portionen von nahezu nichts freuen als seien es opulente Festmähler. Bei der anschließenden Schatzsuche sind das dann zum Beispiel Eiskaffee und Cola, die Peter und Chris hinter einer von fünf mysteriösen Türen finden und flugs inhalieren, während es für Evelyn und Basti eine Pizza gibt, die offenbar mehr Geschmacksnerven anspricht als 14 Tage Reis mit Bohnen. Da entgleitet ersterer ein sprachlich interessantes „das Beste im Jungel“ und letzterem ein Stoßgebet.

Pizza und Drinks scheinen aber noch gar nichts gegen den Zufallsfund von Sandra und Felix zu sein: Sie stoßen hinter der erwählten Tür auf – na? Nein, nichts zu essen, sondern ihre Begleitpersonen Indira Weis und Bruder Timo, in die sie sich vor tränenerstickter Sehnsucht dann aber doch verbeißen als wären es raffiniert gewürzte Leibgerichte.

Cola-Chris ist neidisch – gibt es aber nicht zu

„Unbeschreiblich schön“, findet Felix, „besser als essen, besser als Trinken“. Und damit definitiv auch besser als Chris‘ ersichtlich neidische Sprachlosigkeit, mit der er den Preis der Schatzsucher vor ihm madig macht. Und ebenso unzweideutig besser als ein Monstermegabigmeal mit Cola, das Doreen nach ihrem Auszug bei einem klimavernichtenden Burgerbrater mit riesigem „M“ am Straßenrand in sich hineingestopft hat.

Vorher muss sie sich am Lagerfeuer zwar vom kontrollsüchtigen Chris noch zurechtweisen lassen, die vom Leben gebeutelte Mittvierzigerin sei immer so verbissen, worauf der sonst so harmoniesüchtige Peter nachlegt, sie solle mal mehr lächeln. Was die Rausgewählte, nun ja, verbissen nichtlächelnd kommentiert

Bastians rätselhaftes M

Hinterher aber könnte der Großbuchstabe auch ein versteckter Werbehinweis des Kommerzsenders darauf sein, wofür das rätselhafte „M“ auf Bastis Muscle-Shirt steht. Macho, Muckis, Miracle Morning, Maria (der er nach seiner Rückkehr das „Gehirn raus vögeln“ will) oder Mörder (den im Remake eines berühmten Schwarzweißfilms auf RTL demnächst eine Stadt sucht) – wer weiß?

Was aufmerksame Zuschauer seit gestern definitiv wissen: Weil am Ende des 14. Tages aus technischen Gründen nicht alle Anrufer gezählt werden konnten, verlassen am 15. Tag erstmals überhaupt in der IBES-Geschichte zwei Bewohner auf einmal das Camp. Dann könnte es also theoretisch die zwei Hahnenkämpfer auf einmal treffen.

Wir müssten dann allerdings auf Chris verzichten, der nachts lauthals davon träumt, Teamchef zu sein, was sein Dauerrivale Basti natürlich allen brühwarm erzählen musste. Na ja, weiß das Publikum halt endlich, wofür das „M“ auf seinem Shirt wirklich steht: Muskelpaketpetze.

So lief Tag 13 im Dschungel

Alle Infos zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de

Von Jan Freitag/RND