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Medien & TV Eurovision Song Contest: Israel meldet Bot-Kampagne zum ESC-Boykott
Nachrichten Medien & TV Eurovision Song Contest: Israel meldet Bot-Kampagne zum ESC-Boykott
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22:43 02.05.2019
ESC-Vorjahressiegerin Netta. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Jerusalem

Israel hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk aufgespürt, das mit sogenannten Bots und gefälschten Twitter-Konten einen Boykott des Eurovision Song Contests erreichen will. Israel richtet nach dem Vorjahressieg der Sängerin Netta Barzilai den diesjährigen Wettbewerb aus.

Das Ministerium für Strategische Angelegenheiten in Jerusalem teilte am Donnerstag mit, hinter der Kampagne stehe die palästinensisch geführte Bewegung „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ – kurz BDS. Twitter bestätigte, dass ein „kleines Netzwerk von Konten“ nach der israelischen Beschwerde geschlossen worden sei.

BDS-Aktivisten „versuchten jede betrügerische Methode, um Israel anzugreifen“

Die BDS-Bewegung hat einige Erfolge erreicht, indem einige international bekannte Künstler Auftritte in Israel absagten. Die Bewegung beschreibt sich als gewaltlose Kampagne gegen israelische Besatzung. Sie hat Teilnehmer des Eurovision Song Contests aufgerufen, nicht am diesjährigen Wettbewerb teilzunehmen.

Der Minister für Öffentliche Sicherheit und Strategische Angelegenheiten, Gilad Erdan, sagte, BDS-Aktivisten „versuchten jede betrügerische Methode, um Israel anzugreifen“.

Ein Mitglied des Lenkungskomitees der BDS-Kampagne, Alia Malak, sagte, Erdans Ministerium verbreite „verzweifelt Propagandalügen, um Israels mehrfaches Eurovision-Versagen zu überdecken.“

Von RND/AP