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Medien & TV Eklat um „Maroon 5“ vor der Super Bowl „Halftime Show“
Nachrichten Medien & TV Eklat um „Maroon 5“ vor der Super Bowl „Halftime Show“
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18:05 31.01.2019
Adam Levine von „Maroon 5“. Quelle: MarceloxSayãox/Imago
Atlanta

Sie ist eine feste Institution während der Super-Bowl-Woche: die „Halftime Show“-Pressekonferenz. Der war immer bis auf den letzten Platz gefüllt, wenn Stars wie Lady Gaga, die Rolling Stones, Prince oder The Who die Spannung auf ihren Auftritt schürten.

In diesem Jahr gibt es zur Halbzeit des Super Bowl in Atlanta keine Superstars – und im Vorfeld keine Pressekonferenz. Mit einer windelweichen Begründung auf Twitter sagte die National Football League den Auftritt von „Maroon 5“ im Kongresszentrum ab. Die Künstler wollten lieber ihre Musik sprechen lassen, heißt es da. Stattdessen sollen die Journalisten mit Video-Schnipseln „hinter den Kulissen“ abgespeist werden.

Solidarität von Rihanna und Pink

Bei seiner jährlichen Begegnung mit der Presse bügelte NFL-Commissioner Roger Goodell das Thema mehrfach ab, indem er sagte, man sei sehr zufrieden mit den Künstlern. Das ist aber noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn der Grund, warum NFL und „Maroon 5“ sich in Sachen Halbzeitshow dieses Jahr vor der Medienöffentlichkeit drücken, ist ein hochbrisanter: Es geht um Colin Kaepernick, den ehemaligen Quarterback der San Francisco 49ers, der 2016 aus Protest gegen Polizeiwillkür Afroamerikanern gegenüber während des Abspielens der US-Hymne kniete statt zu stehen.

Das löste eine Solidaritätswelle ohnegleichen in der NFL aus. Dutzende Spieler knieten sich in den folgenden beiden Saisons nieder, US-Präsident Trump schäumte, bezeichnete die Spieler als „Hurensöhne“ und forderte ihre Entlassung. Kaepernick, einer der besten Spielmacher der Liga, ist bis heute ohne Vertrag.

Fast eine Milliarde Menschen

Aus Solidarität zu ihm sagte Superstar Rihanna der NFL für die diesjährige Halftime-Show ab. Und auch andere Showgrößen wie Pink winkten ab. Sie wollten in diesem Kontext nicht als Unterstützer der NFL dastehen. Dabei ist die Halftime-Show, für die die Stars keine Gage kriegen, der größtmögliche Multiplikator. Fast eine Milliarde Menschen schaut jedes Jahr zu, eine bessere Plattform gibt es nicht. Fast alle Topstars der Pop- und Rockszene waren schon dabei: Michael Jackson, Justin Timberlake, Janet Jackson, The Who, Aerosmith, Stevie Wonder, U2, Bruce Springsteen, Madonna, Katy Perry, Beyoncé … 2019 regiert aus politischen Gründen das Mittelmaß.

Kein Kommentar zu gar nichts

Maroon 5“ waren in den 2000er Jahren mal ganz erfolgreich. Superstars waren sie nie – und sonderlich mutig sind sie auch nicht. Kein Kommentar zu gar nichts auf Ligawunsch. Der Umgang der NFL mit den Medien erinnert ein wenig an den von Roger Goodells Parteifreund Donald Trump.

Einen Star kriegt das Publikum immerhin zu sehen beim diesjährigen Super Bowl: Lokalmatadorin Gladys Knight (74). Die Soulsängerin (Midnight Train to Georgia), die mit ihrer Band The Pips etliche Hits hatte, singt die Nationalhymne. Die zeitlebens in der Bürgerrechtsbewegung engagierte Knight erklärte in der Zeitschrift „Variety“ auch warum: „Ich werde an diesem 3. Februar unserer Hymne ihre Bedeutung zurückgeben, werde für die historische Wortwahl stehen, für die Art und Weise, wie diese Hymne uns vereint, wenn wir sie hören. Ich werde sie befreien von denselben Vorurteilen und Kämpfen, die ich mein ganzes Leben lang entschlossen bekämpft habe […] Ich habe länger an vorderster Front dieses Kampfes gestanden als die meisten …“

Von RND/Daniel Killy

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