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10:47 21.06.2019
Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise: Florian Silbereisen steht künftig auf der Brücke des „Traumschiffs“. Quelle: Foto: HBO
Berlin

Fernsehjahre sind wie Schuljahre. Sie dauern von Sommerferien zu Sommerferien, oder besser: Sommerpause zu Sommerpause. In den kommenden Wochen gibt es wieder mehr Wiederholungen, keine neuen „Tatorte“, keine neue „heute-Show“ – und auch all die Talkshows gehen in Sommerpause. Deshalb lohnt sich ein Rückblick, was im TV-Jahr vom vergangenen September bis jetzt im Juni so los war.

Traumschiff“: Die langjährige Hostess Beatrice, Heide Keller, kritisierte die ZDF-Pläne fürs „Traumschiff“-Personal und nannte den Entertainer und künftigen Kapitän Florian Silbereisen eine „Fehlbesetzung“. Es herrsche der „dämliche Blick auf die Quote“. Silbereisen blieb entspannt und sprach Keller eine Einladung zum Kaffee aus.

„Tatort“: Münster war wieder Quotenkönig. Die Doppelgängerposse „Spieglein, Spieglein“ sahen im März mehr als 14 Millionen. Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) wurde strafversetzt nach Göttingen, wo die neue Kollegin Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) sie ohrfeigte. Abschied nehmen hieß es nach gut 21 Jahren von Inga Lürsen in Bremen (Sabine Postel). Ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) starb im Krimi.

Doku: Die Dokumentation des Jahres ist wohl „Leaving Neverland“. Weltweit aufsehenerregend, blieb die umstrittene Produktion aber bei der Pro7-Ausstrahlung im April mit mauer Einschaltquote. In dem sehr langatmigen Film erheben die beiden Männer James Safechuck und Wade Robson Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 gestorbenen Popstar Michael Jackson. Die Doku überschattet das King-of-Pop-Gedenken.

Serienenden: Der erste Hammer der TV-Saison war sicher das angekündigte Aus des ARD-Klassikers „Lindenstraße“. 2020 soll Schluss sein, nach dann fast 35 Jahren. Der zweite Hammer war das Finale des Fantasy-Meilensteins „Game of Thrones“, das vielen Fans missfiel und sogar eine Petition nach erneutem Drehen der achten und letzten Staffel nach sich zog. Inzwischen haben sich die Gemüter ein wenig beruhigt. Unzweifelhaft wurden die letzten beiden Staffeln der Fantasyserie unnötig kurz gehalten, weshalb die Erzählweise hastig wirkte. Was gab es für die Produzenten mit weiteren Staffeln zu verlieren? Schließlich war die Serie megaerfolgreich.

Eurovision: Der Eurovision Song Contest hatte diesmal viel Lästerei zur Folge wegen des missglückten Gastauftritts von Superstar Madonna in Tel Aviv. Das deutsche Abschneiden im Finale am 18. Mai war erwartbar schlecht und wurde ein paar Tage danach sogar noch schlechter. Wegen einer Punktepanne landete Deutschland mit dem Duo S!sters und dem Song „Sister“ nur auf dem vorletzten Platz. In der Show selbst war noch der drittletzte verkündet worden. Dass der Sieger aus den Niederlanden kam, geriet fast in Vergessenheit.

Show: Als TV-Moment des Jahres lobten viele die Aktion von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, die in ihrer neuen Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ 15 Minuten zur völlig freien Verfügung gewannen. Statt zu blödeln, gab das Duo zur besten Sendezeit am 29. Mai drei Menschen Raum für die Themen Flüchtlingshilfe/Seenotrettung im Mittelmeer, Obdachlosigkeit und Kampf gegen Rechtsextremismus.

Youtuber: Mit dem Video „Die Zerstörung der CDU“ mischt der Youtuber Rezo seit Mai die Politik auf und viele wollten ihn in ihrer Sendung haben. Er entschied sich im Juni für Jan Böhmermann und das „Neo Magazin Royale“. In der Show appellierte er an Parteien und Politiker, weniger Scheiße zu bauen und klarer und menschlicher in der Sprache zu werden.

GNTM“: Germany’s Next Topmodel“ ist eh schon umstritten – aber zum diesjährigen Finale gab es besonders viel Häme für Heidi Klum und ihre Show. Ein Festival des Fremdschämens sei das gewesen, schrieben Kritiker. TV-Urgestein Thomas Gottschalk wirkte in der Finalshow total fehl am Platz und kommentierte: „Für mich ist das alles großer Kinderfasching hier.“

Von RND/dpa

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