Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Medien & TV Arte-Doku über Missbrauch an Nonnen aus der Mediathek entfernt
Nachrichten Medien & TV Arte-Doku über Missbrauch an Nonnen aus der Mediathek entfernt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 24.04.2019
Brisante Doku: Einen Film über den Missbrauch von Nonnen musste Arte aus dem Programm nehmen – einstweilen. Quelle: Picture Alliance
Straßburg

Der Kultursender Arte hat eine Doku aus seiner Mediathek entfernt. In dem Film, der Anfang März ausgestrahlt wurde, geht es um Missbrauch an Nonnen innerhalb der Kirche, vor allem in Frankreich und Afrika. Ein Priester, der in der Doku zu sehen ist, fühlte sich nach Angaben des Gerichts in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und erwirkte am 20. März die einstweilige Verfügung.

Die Dokumentation lief am 5. März zur besten Sendezeit

Der deutsch-französische Sender mit Sitz in Straßburg will sich jedoch gegen die Verfügung wehren.

Arte hält die Entscheidung aus formalen wie aus sachlichen Gründen für falsch und hat sich daher entschlossen, Widerspruch einzulegen“, sagte Sprecherin Claude Savin der Zeitung.

Die Dokumentation war am Abend des 5. März zur besten Sendezeit gelaufen. Sie erreichte in Frankreich einen Marktanteil von 6,6 Prozent; insgesamt hatten damit im Nachbarland dreimal so viele Zuschauer wie sonst eingeschaltet. In Deutschland lag der Marktanteil bei 2,2 Prozent, was doppelt so hoch wie der Durchschnitt ist.

Kirchenoberen wurde vorgeworfen, die Täter zu schützen

Den Berichten der Ordensfrauen zufolge, die in der Dokumentation von Eric Quintin und Jean Marie Raimbault zu Wort kommen, machten Priester als geistliche Begleiter und Beichtväter die Frauen häufig seelisch von sich abhängig, bevor sie sexuelle Gewalt ausübten. Nonnen, die schwanger wurden, drohte demnach der Ausschluss aus ihrer Gemeinschaft. Sie wurden zur Abtreibung gezwungen. Kirchenoberen wurde vorgeworfen, die Täter zu schützen.

Papst Franziskus hatte Anfang Februar erstmals sexuelle Gewalt gegen Nonnen eingeräumt. Dies sei keine Sache der Vergangenheit, sagte der Papst. Er glaube, dass es immer noch getan werde.

Von RND/epd

Der Weltraum, unendliche Weiten. Die Dreharbeiten zur neuesten „Star Trek“-Serie haben begonnen. Im Mittelpunkt steht ein alter Bekannter: Jean-Luc Picard, Captain der Enterprise aus der Serie „Star Trek: The Next Generation“.

24.04.2019

Der Weltraum, unendliche Weiten. Die Dreharbeiten zur neuesten „Star Trek“-Serie haben begonnen. Im Mittelpunkt steht ein alter Bekannter: Jean-Luc Picard, Captain der Enterprise aus der Serie „Star Trek: The Next Generation“.

24.04.2019

In einer bisher einmaligen Kooperation zeigen ARD und Sky am Samstag parallel ein Bundesliga-Spiel. Wie kompliziert die Einigung zwischen den TV-Sendern ist, zeigt sich auch an einer Personalie.

24.04.2019