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Kultur Weltbibliothek zeigt Kulturschätze online
Nachrichten Kultur Weltbibliothek zeigt Kulturschätze online
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18:46 22.04.2009
Ein Einblick in die digitale Weltbibliothek. Quelle: afp
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Auf der Website www.wdl.org stellte sie kostenlos eine Auswahl an historisch und kulturell wichtigen Büchern, Manuskripten, Bildern, Filmen und Ton-Dokumenten aus Bibliotheken und Archiven rund um den Globus zur Verfügung. Mit deutschen Bibliotheken gibt es allerdings bisher keine Partnerschaft.

Ziel sei "die internationale Verständigung" sowie die Versorgung von Lehrern, Schülern und Öffentlichkeit mit Studienmaterial, erklärte die UNESCO. Das Projekt stehe dabei nicht "im Wettbewerb" mit anderen Internet-Bibliotheken wie der werbefinanzierten Google Book Search oder dem europäischen Online-Archiv Europeana, sagte James Billington von der Bibliothek des US-Kongresses. Von ihr wurde das Projekt mit 32 Partnerorganisationen entwickelt.

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Dass keine deutschen Bibliotheken darunter sind, liegt laut der Internationalen Bibliothekenverbandes IFLA am Rückstand Deutschlands bei der Digitalisierung. Anders als in vielen Ländern werde diese dort erst seit wenigen Jahren durch staatliche Mittel gefördert.

Doch auch international sind die Anfänge bescheiden. Nur gut tausend Werke sind bislang dort eingestellt. Neben Büchern wie dem japanischen Epos "Die Geschichte vom Prinzen Genji" aus dem 11. Jahrhundert sind dies vor allem Karten und Dokumente. So ist etwa die erste Weltkarte mit der Bezeichnung "Amerika" von 1507 zu finden oder der 1936 gestellte Antrag des Physikers Albert Einstein auf die US-Staatsbürgerschaft. Filme gibt es wenige. Aus Europa sind es ganze sieben, die von den französischen Brüdern Lumière Ende des 19. Jahrhunderts im Wallfahrtsort Lourdes und bei einem Stierkampf gedreht wurden.

Auch wenn Deutschland offiziell nicht vertreten ist, sind auch ein gutes Dutzend deutsche Werke in der Online-Bibliothek zu finden. Darunter ist eine "Auswandererkarte und Wegweiser nach Nordamerika" von 1853 und das Buch "Deutschland und seine Kolonien" von 1902. Eine Volltextrecherche auf Deutsch gibt es nicht. Denn die Bücher sind nur in den sechs UN-Amtssprachen Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch und zusätzlich auf Portugiesisch verschlagwortet.

afp

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