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Kultur Nach jahrelangem Boykott: jetzt gibt es Die Ärzte doch bei Deezer und Spotify
Nachrichten Kultur Nach jahrelangem Boykott: jetzt gibt es Die Ärzte doch bei Deezer und Spotify
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09:45 16.11.2018
Die Ärzte wollen live laut und dreckig sein: Nun gibt es die Musik der Punkrocker auch digital. Quelle: dpa/Harald Tittel
Berlin

Am Ende gewinnt der Stream: Jahrelang haben sich die Ärzte gegen eine Existenz im Streaming-Universum von Spotify, Deezer und Co gewehrt. Seit Freitag, 16. November, ist der Punkrock von Bela B., Farin Urlaub und Rodrigo Gonzales nun doch auf den Streaming-Plattformen verfügbar. Angekündigt war dieser Schritt bereits im September.

Bei Spotify promoten sie ihren Song „Schrei nach Liebe“ als Empfehlung der Künstler. Ihre Alben – angefangen mit „Debil“ von 1984 bis zur letzten Platte „auch“ von 2012 – können dort angehört werden. Der Konkurrent Deezer hat sich gleich 12 Playlists für die vielen verschiedenen Ärzte-Fans überlegt. So gibt es die Playlist für Rebellen, für Verliebte, für Paarungswillige, Stromsparer, Einsteiger und zu guter letzt sowohl für Eitle als auch für Arrogante.

Thema Streaming: 180-Grad-Wende bei den Ärzten

Noch vor drei Jahren vertrat Frontsänger Farin Urlaub eine ganz klare Haltung, die er in einem Interview mit den „Westfälischen Nachrichten“ erklärt: Er sei strikt dagegen, seine Musik kostenlos bei Spotify oder anderen Streaming-Diensten zur Verfügung zu stellen. „Folgende Anekdote dazu. Die Leute von Spotify waren sich so sicher, dass diese komischen Krautbands, von denen sie noch nie etwas gehört haben, auch mitmachen würden. Und dann waren wir für ein paar Tage auf Spotify, bis unsere Anwälte Einspruch erhoben haben. Es waren ungefähr 200.000 Abrufe. Und ein Jahr später kam die Abrechnung. Ich hätte es fast nicht bemerkt“, sagt Farin Urlaub. Der Erlös aus 200.000 Abrufen: 16 Cent.

Heute haben Punkrocker ihre Meinung geändert. Zudem scheinen sich die Ärzte nun auf Livekonzerte konzentrieren zu wollen, auf ihrer Webseite schreiben Sie: „Um auch in Zukunft eine weltumspannende, ganztägige Versorgung mit echter Die-Ärzte-Musik zu gewährleisten, bieten wir ab dem 16. November 2018 alle nicht verbotenen Die-Ärzte-Alben auch zum Streamen an. Da uns die Schönheit und Haptik unserer Werke nach wie vor am Herzen liegt, wird es natürlich weiterhin CDs und Vinylplatten (das sind diese großen, schweren, runden, schwarzen Scheiben mit den komischen Ziermustern auf beiden Seiten) geben – und außerdem nach längerer Durststrecke auch analoge, heiße und sehr laute Konzerte. Denn: Wir sind eine Band, wo man schwitzt!“

Der Song „Geschwisterliebe“, der 1987 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurde, ist nicht auf den Streamingplattformen zu finden.

Von Geraldine Oetken / RND

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