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Kultur Manege frei: „Meeple Circus“ im Spieletest
Nachrichten Kultur Manege frei: „Meeple Circus“ im Spieletest
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16:00 31.03.2019
Holzmännchen taugen auch als Akrobaten: „Meeple Circus“ ist hervorragende Unterhaltung für die ganze Familie. Quelle: Handout
Leipzig

Hereinspaziert, hereinspaziert – Manege frei für die sensationelle „Meeple Circus“-Show. Hier kann man etwas erleben: dass nämlich Meeple – also die aus Spielen wie „Carcassone“ bekannten Holzmännchen – auch als Akrobaten taugen.

Den dezent strapaziösen, aber immerhin stimmungsvollen Soundtrack mit Zirkusmusik liefert eine App. Der Soundtrack dient als Timer und im späteren Verlauf dieses Geschicklichkeitsspiel auch zu mehr.

Über drei Runden geht „Meeple Circus“. In jeder müssen Spieler ihre Meeple und andere Holzfiguren – vom Elefanten bis zur Robbe – in ihren Manegen stapeln. Welche Darbietungen die Zuschauer sehen wollen, zeigen Karten an. Man kann auch mehrere Kunststücke zu immer waghalsigeren Konstruktionen kombinieren.

In jeder Runde müssen Spieler ihre Meeple und andere Holzfiguren – vom Elefanten bis zur Robbe – in ihren Manegen stapeln. Quelle: Handout

In der ersten Runde werden nur Standardfiguren genutzt, in der zweiten kommen hölzerne Gaststars hinzu, für die eigene Bedingungen gelten. In der dritten Runde muss jeder Spieler zusätzlich zum Stapeln je nach gezogener Karte noch allerlei Schabernack treiben – mitsingen zum Beispiel oder bei jedem Tusch in die Hände klatschen.

Und spielten in den ersten beiden Runden noch alle Teilnehmer gleichzeitig, muss man das nun einzeln unter Beobachtung der Runde tun. Das steigert tatsächlich die Aufregung.

Das alles klingt nach Kindergeburtstag, enthält aber eine taktische Komponente: Anfangs hat jeder Spieler nur zwei Akrobaten zur Verfügung. Weitere werden Runde für Runde gewählt (bleiben dann aber dauerhaft beim Spieler) – viele Kunststücke sind nur mit dem richtigen Personal möglich.

Applaus ist die Währung

Und: Die Akrobaten haben unterschiedliche Neigungen. Die blauen Anfänger möchten am Boden bleiben. Die erfahreneren Gelben wollen das gerade nicht. Und die roten Profis sind umso mehr Siegpunkte wert, je höher sie stehen. All das muss man bei seinen Vorführungen beachten.

Applaus ist die Währung, die sich in Siegpunkte niederschlägt. Und wer in einer Runde am wenigsten Applaus erhalten hat, darf aussuchen, welcher Publikumswunsch durch einen anderen ersetzt wird. Hier gibt es erhebliches Ärgerpotenzial.

„Meeple Circus“ ist wirklich sehr abwechslungsreich, schafft eine tolle Mischung aus schweißtreibenden Geschicklichkeitsübungen und strategischen Überlegungen – und entfaltet in der Familie sein volles Potenzial. Bereits Kinder ab sieben Jahren können nach Erfahrung dieses Testers mitspielen. Applaus! Applaus!

Spiele lama talisman meeple circus lift off Cédric Millet: „Meeple Circus“. Pegasus, für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren, etwa 38 Euro. Quelle: HandoutHandout

Info: Cédric Millet: „Meeple Circus“. Pegasus, für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren, etwa 38 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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