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Kultur Vince Vaughn ist Vater von 533 Kindern
Nachrichten Kultur Vince Vaughn ist Vater von 533 Kindern
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04:25 06.12.2013
Foto: Unverhofft kommt oft: David (Vince Vaughn) erfährt, dass er der Vater von 533 Kindern ist.
Unverhofft kommt oft: David (Vince Vaughn) erfährt, dass er der Vater von 533 Kindern ist. Quelle: Constantin
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New York

Vince Vaughn scheint auf die Rolle des sympathischen, aber erfolglosen Typen abonniert. So sehr, dass die „New York Times“ den US-Schauspieler jüngst gar zum Meister des hilflosen „Wie? Ich soll das gewesen sein?“-Gesichtsausdrucks kürte. In zahlreichen klamaukigen Komödien wie „Prakti.com“ oder „Die Hochzeits-Crasher“ hat Vaughn diese Rolle zuletzt so oder so ähnlich gespielt, und für „Der Lieferheld“ hat er sie jetzt noch einmal wiederbelebt.

Diesmal spielt der 43-jährige Vaughn den Lieferwagenfahrer und Strafzettelkönig David, der weder im Job noch im Privatleben besonders viel Erfolg hat und einfach nicht so richtig erwachsen werden will. Seine Freundin und seine Familie, für deren Unternehmen er arbeitet, bemängeln ständig seine Unzuverlässigkeit. Davids Leben scheint eintönig, eindimensional und festgefahren.

Aber eines Tages stellt eine Nachricht alles auf den Kopf: Nach einer Samenspende vor längerer Zeit hat David inzwischen 533 Kinder – und einige von ihnen klagen gerade vor Gericht, um die Identität ihres biologischen Vaters herauszufinden. David entscheidet sich dafür, das als Chance zu begreifen, seine Kinder kennenzulernen und endlich Verantwortung zu übernehmen. Und schließlich wird auch noch seine Freundin schwanger.

Der kanadische Regisseur Ken Scott verfilmt den Stoff bereits zum zweiten Mal. 2011 hatte die Komödie unter dem Namen „Starbuck“ in seinem Heimatland große Erfolge gefeiert. Bei den Filmfestivals in Toronto und Vancouver begeistert empfangen, wurde er zum erfolgreichsten in der kanadischen Provinz Quebec gedrehten Film des Jahres 2011.

Zwei Jahre später ist daraus nun „Der Lieferheld“ geworden – eine kinder- und klamaukreiche Komödie mit Tempo und Witz für einen unterhaltsamen Kinoabend in der Vorweihnachtszeit, aber ohne jeden Tiefgang. Das Thema Samenspenden und die emotionalen Konflikte zwischen dem biologischen Vater und seinen erwachsenen Kindern, die er bislang nicht kannte, werden nicht näher beleuchtet, sondern dienen nur als Vorlage für Witze.

Vaughn beherrscht seine Rolle gut, glänzt aber auch nicht. Der bislang hauptsächlich in Nebenrollen gecastete Chris Pratt, der Davids besten Freund Brett spielt, sorgt für einige der lustigsten Momente und ragt aus dem Schauspielensemble heraus – aber auch er kann den Film, der an seinem Eröffnungswochenende in den USA floppte, nicht aus der Mittelmäßigkeit ziehen.

dpa

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