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Kultur Wiedergefundener Picasso ist Werbegag für Kunstprojekt
Nachrichten Kultur Wiedergefundener Picasso ist Werbegag für Kunstprojekt
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12:46 19.11.2018
Doch nicht verbrannt? Ein 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlenes Bild von Pablo Picasso ist möglicherweise in Rumänien gefunden worden. Quelle: Robin Utrecht/ANP/dpa
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Rotterdam

Ein 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlenes Bild von Pablo Picasso ist möglicherweise in Rumänien gefunden worden. Die für organisiertes Verbrechen zuständige Spezialeinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft, DIICOT, bestätigte am Sonntag, dass sie Ermittlungen eingeleitet habe. Am Samstag sei ein Bild gefunden worden. Ob es tatsächlich das gestohlene Werk von Picasso „Tête d’Arlequin“ (1971) sei, stehe noch nicht fest und werde geprüft, hieß es am Wochenende.

Das Museum in Rotterdam äußerte sich noch nicht zu dem Fund. Ein ehemaliger Kurator der Sammlung, zu dem der Picasso gehörte, bezweifelte im niederländischen Fernsehen die Echtheit des Gemäldes. Auf der Grundlage von Fotos sagte er, dass es nur eine Kopie sei.

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Angeblicher Picasso-Fung: Ein Werbegag für Kunstprojekt

Nun ist klar: Das Bild ist eine Fälschung. Die Finderin des Bildes, die Schriftstellerin Mira Feticu gibt dies beim niederländischen Sender NOS zu. Sei sei auf einen Werbegag hineingefallen und Opfer eines Kunstprojektes zweier belgischer Regisseure über den Kunstfälscher Geert Jan Jansen sei.

Die aus Rumänien stammende Schriftstellerin Mira Feticu hatte das Bild nach eigenen Angaben gefunden, nachdem sie einen anonymen Hinweis bekommen hatte. Feticu lebt in den Niederlanden und hat ein Buch über den spektakulären Kunstraub, der 2012 nur drei Minuten dauerte, geschrieben.

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Der Picasso war mit sechs anderen Gemälden 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen worden. Die rumänischen Täter waren einige Monate später in Rumänien festgenommen worden. Von den Bildern – darunter auch Werke von Henri Matisse und Claude Monet – fehlt jede Spur. Ein Teil von ihnen soll verbrannt worden sein, hieß es beim Prozess 2014.

Von RND/dpa/goe

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