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Kultur Detlev Bucks „Wuff“: Von Hunden und Menschen
Nachrichten Kultur Detlev Bucks „Wuff“: Von Hunden und Menschen
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06:00 23.10.2018
Gassipause: Französische Bulldogge mit Herrchen Oli (Frederick Lau). Quelle: Foto: DCM
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Hannover

Von „Bibi & Tina“ mit ihren Pferden über die „Asphaltgorillas“ ist Detlev Buck nun auf Hunde gekommen. Im Zentrum des Episodenfilms „Wuff“ stehen vier Frauen, denen Vierbeiner als Katalysator im Leben dienen. Ella (Emily Cox) findet im Mischling Bozer einen Seelentröster. Cecile (Johanna Wokalek) hat für ihren behinderten Sohn einen Berner Sennenhund besorgt. Aber warum verhält sich der sanftmütige Riese ihrem Mann gegenüber so aggressiv?

Ausflüge ins Boulevardeske passen nicht zu ernsten Themen

Den Grund wird Cecile von Hundetrainerin Silke (Marie Burchard) erfahren, die es mit dem Ex-Fußballer Oli (Frederick Lau) zu tun kriegt, der an eine Französische Bulldogge geraten ist. Und Katzenfreundin Lulu (Maite Kelly) datet einen Hundebesitzer.

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Leben mit einem behinderten Kind, Ehekrise, Zeugungsunfähigkeit, sogar Tod: Der Film fährt etliche gewichtige Themen auf, geht aber nur selten in die Tiefe. Zudem wollen die Ausflüge ins Boulevardeske kaum dazu passen. Die Filmemacher setzen nicht nur die Glaubwürdigkeit der Figuren aufs Spiel. Man wünscht sich den lakonischen Humor zurück, der die frühen Komödien Bucks durchzog – oder auch jene deftige Mischung, mit der Buck in seinem zweiten aktuellen Kinofilm „Der Vorname“ gerade aufwartet.

Auch das Schaulaufen von Prominenz wie Katharina Thalbach oder Judy Winter kann nicht über den Mangel an Substanz hinwegtäuschen. So entspricht der Film eher einem mauen Wau als einem kräftigen Wuff.

Von Jörg Brandes / RND