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Kultur Das Glasblassing-Quintett spielt im Schauspielhaus
Nachrichten Kultur Das Glasblassing-Quintett spielt im Schauspielhaus
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07:53 24.10.2011
Von Uwe Janssen
Leergut? Sehr gut! Das Glasblassing-Quintett im Schauspielhaus Hannover. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Das Praktische an diesem Abend ist: Man kann in der Pause gleich üben. Und weiß hinterher, wie schwer das ist, was die Künstler auf der Bühne da machen. Denn einer Flasche einen einzelnen Ton zu entlocken, mag noch klappen, aber zu fünft Brahms’ fünften ungarischen Tanz in rasend-blasendem Tempo zu schaffen, ist schon etwas anderes. Das Glasblassing-Quintett macht das. Und kann das. Und deshalb herrscht im fast vollen Saal von Beginn an eine Mischung aus Staunen und guter Laune. Denn die Leergutmusikanten aus dem Ostharz vereinen bei diesem Gastspiel in Desimos Spezialclub-Reihe ihr Können mit Originalität, Tempo und Humor zu einem Programm, das so bunt ist wie ihre Hemden.

Neben ein paar Klassikhits gibt es ein Hitmedley der Fantastischen Vier, Elvis, die Beach Boys und „Viva Las Vegas“ – und eigene Songs. Ein Setup, wie man es von A-cappella-Comedy kennt. Aber eben nicht mit diesem Instrumentarium. Die Männer aus dem Ostharz, mittlerweile in Berlin ansässig, blasen auf Bierpullen, ploppen unterschiedlich hohe Töne mit dem Finger in den Flaschenhälsen, trommeln auf Pet-Behältern in allen Größen und auf Glasflaschen wie auf einem Glockenspiel. Selbst Getränkekästen sind Instrumente, wenn man sie so perkussiv bedienen kann wie diese Recyclingvirtuosen.

Und wenn mal der Beat auf der Loopmaschine nicht ganz rund läuft, kommt kurz darauf ein Lied über die Fehler im Programm. Das ist entwaffnend sympathisch, jeder Song birgt dazu neue kleine inhaltliche oder choreografische Ideen und wird immer wieder aufs Neue wie der Höhepunkt des Abends gefeiert: ein lustiges Quatschlied über eine radelnde Katze, ein bayerisches Lied mit festgezurrtem Schemel unterm Hintern oder das Frauennachnamen-Reimlied. Flüssiges Programm!

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