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Kultur 28,2 Millionen Dollar für "Popeye"
Nachrichten Kultur 28,2 Millionen Dollar für "Popeye"
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09:38 15.05.2014
Foto: Drei Statuen von "Popeye" hat der Künstler Jeff Koons geschaffen. Die Dritte wurde am Mittwoch bei Sotheby´s versteigert - für 28,2 Millionen Dollar.
Drei Statuen von "Popeye" hat der Künstler Jeff Koons geschaffen. Die Dritte wurde am Mittwoch bei Sotheby´s versteigert - für 28,2 Millionen Dollar. Quelle: dpa (Archiv)
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New York

Einen Tag nach der Rekordauktion bei Christie's hat Konkurrent Sotheby's ordentlich Umsatz gemacht, die Sensationen aber verfehlt. Das New Yorker Auktionshaus verzeichnete am Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Auktionsrekorde, so auch für die deutsche Künstlerin Rosemarie Trockel. Bei der ganz teuren Kunst ging es aber selten über die Erwartungen der Kunsthändler hinaus. Trockels Auktionsrekord wurde mehr als vervierfacht. Ihr Bild "untitled" aus der Mitte der 80er Jahre ging bei der Frühjahrsauktion für fast fünf Millionen Dollar weg. Geschätzt war es auf ein Drittel. Trockels bisheriger Auktionsrekord lag bei knapp 1,2 Millionen Dollar, aufgestellt erst vor drei Monaten in London.

Das drei Meter breite Bild der 61 Jahre alte Künstlerin aus dem Ruhrgebiet zeigt als immer wiederkehrende Motive links ein Wollknäuel und rechts einen Hasenkopf. Teuerstes Objekt des Abends waren die "Six Self Portraits" von Andy Warhol. Die sechs bunten Bilder des Wuschelkopfs, entstanden ein Jahr vor dem Tod des Pop-Art-Genies 1987, wurden für 30,1 Millionen Dollar verkauft - genau in der erwarteten Spanne. Das galt auch für "Blau" von Gerhard Richter, das 28,7 Millionen Dollar kostete, und Warhols "Big Electric Chair", der für 20,4 Millionen wegging.

Große Namen bleiben liegen

Ein Höhepunkt sollte "Popeye" von Jeff Koons werden. Die knapp zwei Meter hohe Statue zeigt den Comic-Seemann mit Pfeife im Mundwinkel und einer Dose Spinat in der rechten Hand und wurde auf 25 Millionen Dollar geschätzt. Letztlich wurden es 28,2 Millionen. Koons hatte zwischen 2009 und 2011 drei dieser Statuen gemacht, zur Versteigerung kam die Nummer Drei. Der Amerikaner bleibt der teuerste lebende Künstler. Der "Balloon Dog" des 59-Jährigen wurde im November bei Christie's für 58,4 Millionen Dollar versteigert.

Selbst bei den großen Frühjahrs- und Herbstauktionen wird nie alles verkauft, diesmal blieben auch wieder große Namen liegen. Von Mark Rothko wurde ein auf acht Millionen Dollar geschätztes Bild nicht verkauft, von Willem De Kooning blieben gleich zwei Werke liegen. Auch bei Christie's war am Abend zuvor nicht alles verkauft worden. Mit 745 Millionen Dollar hatte der Sotheby's-Konkurrent aber den größten Umsatz gemeldet, der je bei einer Auktion gemacht wurde.

dpa

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