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Kultur 5000 Musikbegeisterte feiern in 17 Klubs zu Livemusik
Nachrichten Kultur 5000 Musikbegeisterte feiern in 17 Klubs zu Livemusik
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19:31 25.10.2009
Akustik-Pop über den Dächern der Stadt: Fjäril spielt im Wanderklub im Anzeiger-Hochhaus.
Akustik-Pop über den Dächern der Stadt: Fjäril spielt im Wanderklub im Anzeiger-Hochhaus. Quelle: Christian Burkert
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Lisa Dirks (22) und Oliver Zemke (28) hatten sich zwei Barhocker in Bühnennähe gesichert, um der Jazzkombo Elmar Braß & The Diamonds zuzuhören. Zemke war dafür extra aus Bremen angereist. „Nachher gehen wir noch zu den Trashmonkeys in die Faust, die Band kennen wir persönlich“, erzählte der Logistikstudent. Aber erst mal wippten sie zu eingängigen Jazzklängen.

Das Bronco’s war nur einer von insgesamt 17 Klubs, in denen am Sonnabend bei der Premiere des „Random Play“-Festivals 63 Bands und Musiker spielten. Musikinteressierte kauften sich ein Ticket und konnten damit von Klub zu Klub ziehen. Eine lange Nacht der Livemusik – mit vollem Erfolg: 5000 Fahrgäste sprangen auf das Klubkarussell. Sie bekamen ein Klangspektrum von Soul, Swing, Folk und Jazz bis hin zu Hip-Hop, Ska-Punk, Rock und Elektro geboten. Der Ballhof 1 stieß kurzfristig als 18. Veranstaltungsort hinzu und lud alle „Random Play“-Teilnehmer ein, mit den britischen Elektropoppern Morton Valence den Auftakt zur neuen Konzertreihe „Ballklang“ zu feiern. Für einen schnellen Ortswechsel sorgten zwei Buslinien, die zwischen Linden, List, Nordstadt und Mitte pendelten.

Zwischen den vielen Musikbegeisterten zog auch Oberbürgermeister Stephan Weil (50) umher. Im Capitol und im Bronco’s zeigte er sich lässig mit Jeans, Lederjacke und einer Flasche Lindener Spezial in der Hand: „Das habe ich schon lange nicht mehr getrunken, herrlich!“ Weil war als Tourist unterwegs – keinen der Klubs kannte er zuvor von innen. Auch Sarah Geber (23) und ihre Schwester 
Katharina (19) lernten im Anzeiger-Hochhaus einen neuen Klub kennen – den Wanderklub. Ganz oben, wo sonst Filme laufen, wurde für „Random Play“ eine Disko mit Livemusik eingerichtet. „Wir sind wegen der Band Fjäril hier“, sagte Sarah. Das Quintett mache tolle Musik.

Für Stephan Weil war die letzte Station des Abends das Béi Chéz Heinz in der Liepmannstraße. Dort sprangen die italienischen Ska-Punker Talco mit dem Publikum um die Wette. „Das ist meine erste Erfahrung mit Balkanrock“, sagte Weil. Für seinen Hintermann war es die erste Erfahrung mit dem Politiker: „Sind Sie von der CDU?“, fragte er interessiert. Der SPD-OB klärte ihn auf und stellte sich vor. Ein schöner Abend voller Premieren – und wahrscheinlich einer Fortsetzung. „Der Erfolg verlangt nach einer Wiederholung. Wir werden das mit den Klubs besprechen“, sagte Hannovers Eventmanager Klaus Timaeus.

von Nicole Wehr

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