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Digital Whatsapp: Betrügerischer Kettenbrief lockt Nutzer mit Datenvolumen
Nachrichten Digital Whatsapp: Betrügerischer Kettenbrief lockt Nutzer mit Datenvolumen
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11:34 31.07.2019
Experten raten, Nachrichten mit dubiosen Inhalten einfach zu löschen. Quelle: Martin Gerten/dpa
Hannover

Kettenbriefe sind ein lästiges Phänomen auf Whatsapp. Obwohl Experten häufig davor warnen, machen diese immer wieder die Runde. Aktuell ist wieder ein Text mit betrügerischem Inhalt im Umlauf. Die Nachricht verspricht kostenloses Datenvolumen – und zwar ganze 1000 GB. Um dieses zu erhalten, müssten Nutzer nur auf einen Link klicken und an einer Umfrage teilnehmen. Im Anschluss sollen sie die Mitteilung an 30 Kontakte weiterleiten. So soll verbreitet sich der Kettenbrief schnell verbreiten.

Die Nachricht tarnt sich als Werbeaktion des Messengerdienstes. Tatsächlich führt der darin enthaltene Link aber auf dubiose Websites. Mit jedem Klick der Nutzer nehmen die Betrüger darüber Werbeeinnahmen ein.

Whatsapp-Kettenbrief verbreitet keine Viren

Immerhin: Wie das Portal „Techbook“ berichtet, enthält die Website offenbar keine Viren, wie es bei derartigen Kettenbriefen häufig der Fall ist. Sicherheitsexperten der Firma ESET haben die Nachricht untersucht und fanden keine schädliche Software. Auch auf Phishing-Software für das Abgreifen sensibler Daten gab es demnach keine Hinweise.

Stattdessen entdeckten die Experten weitere gefälschte Angebote auf der gleichen Domain. Diese beinhalten zum Beispiel Online-Shops für Turnschuhe, Armbanduhren und weitere Markenartikel.

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Kettenbriefe auf keinen Fall weiterleiten

Kettenbriefe sind auf Whatsapp ein häufig auftretendes Problem. Teilweise handelt es sich dabei um einen harmlosen Spaß. Häufig enthalten sie aber auch Fake-News, Phishing-Software oder Abo-Fallen. Um weitergeleitet zu werden, versprechen sie zum Beispiel Gewinne und Rabatte

„Die Masche ist leider noch immer sehr erfolgreich“, erklärt Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist. „Anwender sollten keinesfalls auf das betrügerische Angebot hereinfallen und auf den Link klicken.“ Whatsapp-Nutzer sollten die Kettenbriefe sofort löschen und auf keinen Fall weiterleiten, da die Betrüger sonst an weitere Kontaktdaten kommen können.

Blockieren oder melden: so sollten Nutzer mit Kettenbriefen umgehen

ESET empfiehlt Nutzern, bei einem vermeintlichen Angebot immer die URL zu checken, die in dem Whatsapp-Kettenbrief enthalten ist. Auf der Website des Unternehmens sollten sie sich außerdem versichern, ob die Werbeaktion tatsächlich existiert, bevor sie einem Link folgen. Klingt ein Angebot bereits zu gut, um wahr zu sein, handelt es sich dabei sehr wahrscheinlich auch um einen Betrug.

Whatsapp ist das Problem der Kettenbriefe bekannt: Über sie verbreiten sich oft Desinformationen und Gerüchte. Nachdem es Berichte über durch Falschinformationen ausgelöste Lynchmorde gegeben hatte, schränkte Whatsapp die Zahl der Weiterleitungen ein. Inzwischen lassen sich Nachrichten nur noch an höchstens fünf Kontakte gleichzeitig weiterleiten und sind dann auch als weitergeleitete Nachricht markiert. So können Empfänger erkennen, wenn die Nachricht ursprünglich von einem anderen Absender stammt.

„Techbook“ weist außerdem darauf hin, dass Whatsapp seine Nutzer generell nicht per Direktnachricht kontaktiert. Wer wiederholt dubiose Nachricht von der gleichen Nummer enthält, kann diese in den App-Einstellungen blockieren oder Whatsapp einen Spam melden.

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Von RND/lzi

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