Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Digital Was Sie tun können, wenn das WLAN streikt
Nachrichten Digital Was Sie tun können, wenn das WLAN streikt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:30 03.05.2019
Damit der Router ordentlich funkt, sollte die Firmware stets auf dem aktuellsten Stand sein. Quelle: Armin Weigel/dpa
Berlin

Chips und Getränke sind griffbereit, die Serie flimmert über den Computer-Bildschirm. Doch dann ruckelt es, und die Bilder laufen nur noch stockend. Schuld daran: das schwache WLAN. Mit diesen und ähnlichen Problemen haben viele zu kämpfen. Die Ursachen, dass eine WLAN-Verbindung zu langsam ist, abbricht oder man sich gar nicht erst mit dem Netzwerk verbinden kann, sind ganz verschieden.

Wenn es im Heimnetz zu Störungen kommt, sollte der Verbraucher zunächst folgende Dinge prüfen: „Sitzt das Router-Netzteil fest in der Steckdose? Ist die Firmware des Routers auf dem neuesten Stand, also sind alle Updates des Herstellers eingespielt?“, rät Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Die auf dem Gerät installierte Firmware-Version findet man im Menü des Routers und gleicht sie mit der aktuellen Version auf der Support-Seite des Herstellers ab. Ist diese neuer, lädt man sie herunter.

Zudem muss sich der Nutzer fragen, ob der Router so positioniert ist, dass das Funksignal frei strahlen kann – metallische Gegenstände etwa können es abschwächen.

Veraltete Router tun sich mit Full-HD-Videos schwer

Manchmal kommt es gar nicht zu einem Aufbau der Leitung – was mitunter eine ganz simple Ursache hat. „Der Nutzer meldet sich zum Beispiel versehentlich bei einem falschen WLAN an, also nicht bei dem Netzwerk, für das er das Passwort hat“, erklärt Thomas Rau von der Zeitschrift „PC-Welt“. Logische Folge: „Wenn er bei der Anmeldung das ihm bekannte Passwort einträgt, wird der Aufbau der Verbindung abgelehnt, weil das WLAN dieses Passwort nicht kennt.“

Lesen Sie hier:
Ungefragt mit Hotspot-Router: So steigen Unitymedia-Kunden aus

Steht die Verbindung, ist aber viel zu langsam, kostet das viel Zeit beim Laden von Inhalten – und damit auch Nerven. Ein Grund kann ein veralteter Router sein, der sich etwa mit Übertragung hochauflösender Full-HD- oder UHD-Videos schwertut. „Das trifft zum Beispiel zu, weil ein Teil der WLAN-Verbindung nur mit dem alten Übertragungs-Standard 802.11g arbeitet“, erläutert Rau. Eine weitere mögliche Ursache sind Funknetze aus der Nachbarschaft. Die Funksignale können überlappen, oder die Netze auf demselben Kanal funken. Beides führt dazu, dass die Datenübertragung im eigenen WLAN gedrosselt wird.

Der Router sollte zentral stehen

Wie lassen sich die Probleme beheben? Grundsätzlich sollten Verbraucher ihren Router zu Hause möglichst zentral aufstellen. Idealerweise hält man den Abstand zwischen Router und Empfangsgerät gering. „Den Router platzieren Nutzer in der Mitte des Bereichs, den das WLAN abdecken soll und am besten höher in einem Regal“, rät Rau. In einer Ecke, hinter Möbeln oder einer dicken Wand steht das Gerät lieber nicht. Die Empfangsstärke in bestimmten Räumen lässt sich anhand der WLAN-Anzeige des Smartphones oder Computers erkennen.

Es empfiehlt sich, die Zahl der Geräte im WLAN-Netzwerk gering zu halten. Stationäre Geräte wie Spielekonsole oder PC sollten besser per Kabel mit dem Internet verbunden werden. So bleibe das Funknetz störungsfreier, erklärt Jan Kluczniok vom Portal „Netzwelt.de“.

5-GHz-Netze haben eine geringer Störungsanfälligkeit

Eine spürbare Verbesserung der Verbindung kann der Wechsel in das 5-Gigahertz-Netz bringen. Dazu sind nur minimale Änderungen in den Einstellungen des Routers nötig. Viele aktuelle Router können sowohl mit 2,4 GHz als auch mit 5 GHz funken.

Lesen Sie hier:
Plastik, WLAN, Flugreisen: Was nützt mir Europa im Alltag?

Grundsätzlich besitzen 5-GHz-Netze eine geringere Störungsanfälligkeit, weil weniger Geräte diesen Frequenzbereich nutzen. „Ältere Geräte unterstützen allerdings keine 5-Gigahertz-Frequenzen und finden daher das entsprechende WLAN-Netzwerk nicht“, warnt Jan Kluczniok. Wer auf Nummer sicher gehen will, keines seiner Geräte vom Netz abzuhängen, setzt auf einen Router mit simultaner Dual-Band-Funktion. Dieser kann gleichzeitig in beiden Frequenzbereichen funken.

Ein anderer WLAN-Kanal kann die Übertragung beschleunigen

Eine weitere Maßnahme: die Änderung des WLAN-Kanals. In Mehrfamilienhäusern etwa kann es passieren, dass WLAN-Kanäle überlastet sind, da diese von vielen Haushalten genutzt werden. Im Menü des Routers könne man mit seinem eigenen WLAN-Hotspot auf eine Kanalnummer wechseln, die noch nicht so stark frequentiert ist, erklärt Alexander Kuch. „Das kann die Datenübertragung signifikant beschleunigen.“

Grundsätzlich sollten Verbraucher keine Bedenken haben, wenn sie am Router etwas verändern – denn: „Es bestehen keine Gefahren, das WLAN dauerhaft zu schädigen. Sollten Probleme entstehen, lassen sich diese einfach durch ein Zurücksetzen des Routers auf die Grundeinstellungen beheben“, sagt Jan Kluczniok.

Ein Repeater verbessert die Verbindung

Mit Hilfe von Analysetools können Nutzer ihr WLAN optimieren. Programme wie Heatmapper oder Wifi Analyzer gibt es kostenlos. Verbessern lässt sich die Verbindung mit einem Repeater. „Dieser leitet die Signale des Routers weiter und vergrößert die Abdeckung des WLANs“, erklärt Thomas Rau. Die Verstärker sind - je nach Ausstattung - ab rund 10 Euro zu haben, man kann aber auch mehr als 100 Euro investieren.

Von RND/dpa

Es ist ein kostspieliges Projekt: Rund eine Milliarden Dollar investiert Facebook in den Aufbau einer eigenen Kryptowährung, berichtet das „Wall Street Journal“. Nutzer sollen die digitale Währung auch zum Einkaufen im Internet verwenden können.

03.05.2019

Facbeook hat mehrere umstrittene Figuren der politischen Rechten in den USA gesperrt – darunter Alex Jones von „Infowars“. Warum Facebook sich nun für diesen Schritt entschieden hat, ist unklar.

03.05.2019

Kampf bis zum bitteren Ende: „Mortal Kombat 11“ ist ab sofort erhältlich – und wie immer nichts für schwache Nerven. Freunde von „Beat Em Ups“ werden hier ziemlich herausgefordert – auch optisch.

02.05.2019