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Digital FaceApp: Deutschlands beliebteste App lässt Nutzer in Rekordzeit altern
Nachrichten Digital FaceApp: Deutschlands beliebteste App lässt Nutzer in Rekordzeit altern
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17:23 17.07.2019
Auf Twitter, Instagram und Co. geht die FaceApp-Challenge gerade viral. Quelle: Yui Mok/PA Wire/dpa
Hannover

In den sozialen Medien kursieren gerade zahlreiche Fotos von Promis – mit Falten und grauen Haaren um mehrere Jahrzehnte gealtert. Dahinter steckt die „FaceApp“, eine Anwendung zur Bildbearbeitung, die gerade viral geht. Das Programm manipuliert die Gesichter seiner Nutzer und lässt sie so zum Beispiel einen kleinen Blick in die Zukunft werfen.

In Deutschland hatt die App inzwischen Platz 1 der App -Charts erobert. Dabei ist die Anwendung nicht neu: schon im Januar 2017 wurde sie von der russischen Firma Wireless Lab auf den Markt gebracht. Inzwischen wurden einige Effekte verbessert. Vor allem das Feature, mit dem sich Nutzer einer Verjüngungskur unterziehen oder sich altern lassen können, sorgt für den derzeitigen Hype um die Anwendung.

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Wie funktioniert die FaceApp?

Um die App zu nutzen, müssen Nutzer ein Selfie schießen oder ein Foto aus ihrer Galerie hochladen. Dann lässt sich das Foto auf unterschiedliche Weisen bearbeiten. Die App bietet verschiedene Filter in den Kategorien Lächeln, Alter, Bärte, Haarfarben, Frisuren, Geschlecht und Brille. So können Nutzer sich zum Beispiel selber altern oder verjüngen lassen, oder sich in das andere Geschlecht verwandeln.

Für lustige Effekte sorgt auch der Filter Lächeln, mit dem jedes noch so grimmige Gesicht plötzlich ein breites Grinsend verpasst bekommt. Laut Hersteller ist eine künstliche Intelligenz, also ein intelligenter Filter, für die Verwandlungen verantwortlich.

Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und in der Basic-Version kostenlos. Für die werbefreie Pro-Variante müssen Nutzer dann schon tiefer in die Tasche greifen: Diese kostet einmalig 40 Euro oder 20 Euro im jährlichen Abo. Dafür bekommen sie vollständigen Zugang zu allen Filtern.

Die FaceApp-Challenge

Grund für den derzeitigen Hype um die Anwendung ist die „Face-App Challenge“, die in den sozialen Netzwerken kursiert. Stars wie Drake und die Jonas Brothers teilen lustige Fotos auf Instagram und Twitter, auf denen sie um Jahrzehnte gealtert sind.

Einige der Promis sind auf den bearbeiteten Fotos kaum noch wiederzuerkennen – wie der Sänger Sam Smith, der mit Falten und graue, Bart auf einmal ganz anders aussieht. „„Großvater oder Großmutter? Ich nehme beides“, schreibt der Brite.

Und wenn Promis wie Lady Gaga, Rihanna, Kim Kardashian oder auch US-Präsident Donald Trump selber keine Fotos hochladen, machen sich Nutzer einen Spaß daraus, ihnen den Rentner-Look zu verpassen.

Wie sicher ist die App?

So witzig und beliebt die App auch ist: einige Experten warnen von einem fragwürdigen Datenschutz. Um die App zu nutzen, müssen Nutzer ihre Fotos in der Anwendung hochladen. Gerade in Zeiten, in denen Smartphone-Nutzer häufig auch Screenshots von sensiblen Daten wie ihrem Bank-Account machen, stellt das ein Risiko dar.

Einem Bericht des Nachrichtenportals „TechCrunch“ zufolge gibt es zwar keine Beweise, dass die App die gesamte Fotogalerie auf dem Smartphone im Hintergrund hochlädt. Allerdings lassen sich in der App Fotos verwenden, ohne dass der Nutzer den Zugriff auf seine Fotos erlauben muss.

Das ist von Apple erlaubt, weil der Nutzer dabei ein spezifisches Foto gezielt auswählen muss. Nur dieses wird dann auch in der App hochgeladen. Das funktioniert jedoch auch, wenn der Nutzer in seinen Smartphone-Einstellungen beim Zugriff der FaceApp auf seine Fotos „Nie“ angeklickt hat – für den Nutzer daher irreführend.

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Fotos werden auf die Server des Herstellers geladen

„TechCrunch“ warnt jedoch vor allem davor, dass Aufnahmen in die Cloud hochgeladen werden. Die ausgewählten Fotos werden demnach nicht auf dem Gerät gespeichert, sondern auf dem Server des Herstellers abgelegt. Was dann damit passiert und ob die Aufnahmen gespeichert werden, ist unklar. Über die russischen Entwickler sind außerdem nur wenige Informationen zu finden.

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Wer Sicherheitsbedenken hat, kann auf andere Apps zurückgreifen, die ähnliche Effekte bieten. Eine gute Alternative ist beispielsweise die App MSQRD. Auch hier kann das Aussehen mit Masken, Filtern und Effekten verändert werden. Ähnlich funktioniert die Meitu-App, mit der während der Amtseinführung von Donald Trump Bilder des neuen US-Präsidenten auf ulkige Weise verfremdet wurden.

Von RND/lzi

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