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Digital Aus für 3G? Was die Abschaltung von UMTS für Nutzer bedeuten würde
Nachrichten Digital Aus für 3G? Was die Abschaltung von UMTS für Nutzer bedeuten würde
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08:39 02.07.2019
Wann genau es 3G nicht mehr geben wird, darüber schweigen die Anbieter noch. Quelle: Stefan Sauer/zb/dpa
Hannover

UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten.“ So zitierte das IT-Magazin golem.de den Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, bereits im Frühjahr 2017. Der Technische Direktor von Vodafone, Johan Wibergh, äußerte sich laut golem.de wenige Monate später ähnlich: „3G war nicht unbedingt ein Erfolg. Ungefähr im Jahr 2020 bis 2021 drehen wir 3G ab.“ Doch halten die Konzerne an diesen Plänen fest – und wenn ja, was würde das bedeuten? Die wichtigsten Fragen im Überblick

Wann wird UMTS abgeschaltet?

UMTS ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). Schon jetzt wird das UMTS-Netz kaum noch ausgebaut, stattdessen setzen die Netzbetreiber auf den Nachfolger LTE, der schnelleres Internet und eine verbesserte Qualität beim mobilen Telefonieren bietet.

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Wann genau es 3G nicht mehr geben wird, darüber schweigen die Anbieter jedoch: „Vodafone Deutschland hat aktuell keine Pläne für eine Abschaltung des UMTS-Netzes“, beruhigt ein Vodafone-Sprecher. Und auch das Unternehmen Telefónica mit seiner Kernmarke O2 erklärt auf Anfrage: „Telefónica Deutschland wird sein Mobilfunkangebot auch weiterhin mit den drei bestehenden Netzstandards betreiben und sich zusätzlich auf den kommenden Mobilfunkstandard 5G vorbereiten.“

Wen würde die UMTS-Abschaltung betreffen?

Laut Branchen-Seite chip.de haben etwa 30 Prozent aller Mobilfunkkunden in Deutschland derzeit vertragsgemäß nur Zugriff auf das UMTS-Netz. Vor allem Menschen, die noch alte Verträge bei einem Mobilfunk-Discounter haben, würden die Folgen der UMTS-Abschaltung zu spüren bekommen. Denn die Discounter nutzen die Infrastruktur der großen Netzanbieter, haben aber oft keinen Zugang zum LTE-Netz.

Zwar verkündete Vodafone jüngst als letzter der drei großen Netzbetreiber, auch für Drittanbieter das LTE-Netz öffnen zu wollen. Profitieren können davon aber bislang nur Neukunden von mobilcom-debitel und freenetMobile. Eine allgemeine LTE-Freischaltung, wie sie etwa Telefónica schon vor längerer Zeit vorgenommen hat, ist im Vodafone-Netz nach wie vor nicht geplant.

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Auch die Telekom lässt nur wenige Anbieter ins LTE-Netz, zudem nur für hochwertige Verträge. Prepaidkarten-Nutzer sind vom 4G-Netz der Telekom ausgeschlossen. „Gezieltes Endgerätemanagament durch die Mobilfunkunternehmen“ solle jedoch dafür sorgen, dass die Abschaltung von 3G Kunden nicht beeinträchtigt werde.

Was passiert mit GSM?

GSM ist ein Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G) und soll bis auf weiteres erhalten bleiben. GSM deckt nahezu ganz Deutschland ab, wird für die Übertragung von SMS verwendet und gewährleistet die Möglichkeit zu telefonieren, falls LTE nicht verfügbar ist. Auch Menschen aus dem Ausland landen im GSM-Netz, wenn ihre Smartphones oder Verträge nicht LTE-fähig sind.

Gibt es ohne 3G mehr Funklöcher?

Wer mit dem Handy ohnehin nur telefonieren will, kann dafür auch das GSM-Netz nutzen. Für eine halbwegs brauchbare Internetverbindung braucht es aber mindestens das UMTS-Netz, besser noch LTE. Gerade in Nord- und Ostdeutschland sowie in Grenzregionen gibt es noch weite Flächen, die weder einen Zugang zu LTE noch zu UMTS haben. Da die großen Netzanbieter sich vor allem auf den Ausbau des LTE-Netzes konzentrieren, wird es in diesen Regionen künftig zwar nicht mehr, aber für UMTS-Nutzer weiterhin Funklöcher geben.

Von Alena Hecker/RND

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