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Digital App des Deutschen Wetterdienstes wird kostenpflichtig
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13:57 20.12.2017
Künftig wird die Vollversion der DWD-App kostenpflichtig. Quelle: Screenshot / PlayStore
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Offenbach

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schränkt künftig seine bisher kostenlose App „WarnWetter“ ein. Auf dem Markt ist nun zusätzlich eine Vollversion für 1,99 Euro verfügbar. Nutzer können die erweiterten Funktionen per In-App-Kauf freischalten oder die deutlich eingeschränkte Ausgabe der App verwenden.

Anlass für die Einschränkungen ist laut DWD ein Urteil des Landgerichts Bonn vom 15. November 2017, das der private Wetterdienst „WetterOnline“ erwirkt hat. Demnach ist es dem Deutschen Wetterdienst untersagt, die App in ihrer bisherigen Form kostenlos weiter zu betreiben. Nach Ansicht des Gerichts ist eine kostenlose Wetterinformation über rein amtliche Warnungen hinaus ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Da DWD indirekt auch aus Steuern finanziert werde, verzerre es laut Konkurrenz den Wettbewerb.

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Im Netz sorgte dieser Schritt für Aufregung. Viele der knapp fünf Millionen Nutzer der Gratis-App beschwerten sich auf Twitter über das Urteil und die Klage der Konkurrenz. Der DWD hat bereits Berufung eingelegt. „Das Landgericht Bonn verlangt mit seinem Urteil vom nationalen Wetterdienst Deutschlands, den Bürgern wichtige Informationen über Unwettergefahren nur noch eingeschränkt bereitzustellen“, sagte Hans-Joachim Koppert, Vorstand Wettervorhersage des DWD.

Das Urteil und seine Folgen bedeuten aber nicht, dass die WarnWetter-App für Nichtzahler unbrauchbar wird. Viele Wetterdaten bleiben kostenlos verfügbar. Dazu gehören Warnlagen bis auf Gemeindeebene oder einstellbare Alarme bei Wetterereignissen. Nutzer können sich außerdem Orte einstellen, für die sie Warnungen erhalten wollen.

Die Vollversion beinhaltet unter anderem ein Niederschlagsradar mit Blitzdaten, aktuelle Satellitenbilder und Informationen zu tatsächlichen und gefühlten Temperaturen mit aktuellen UV-Daten. Wer den Kurs von Gewitterzellen prognostiziert haben will, erhält außerdem die aktuellen ortsbezogenen Vorhersagemodelle

Von RND/dpa

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