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Der Norden Wölfe kosten das Land Niedersachsen rund eine Million Euro
Nachrichten Der Norden Wölfe kosten das Land Niedersachsen rund eine Million Euro
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08:00 25.12.2019
Die Wölfe im Land haben Niedersachsen im vergangenen Jahr fast eine Million Euro gekostet. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Hannover

Für sogenannte Billigkeitsleistungen, die ohne Rechtsanspruch ausgezahlt wurden, kamen knapp 31 000 Euro dazu. Außerdem gab der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) für das Wolfsmanagement etwa für DNA-Analysen bis dahin fast 225 000 Euro aus.

Insgesamt wurden in Niedersachsen bereits 23 Rudel nachgewiesen, wie die Sprecherin mitteilte. Dazu kamen noch sechs Wolfspaare und ein territoriales Einzeltier. Damit geht das Ministerium bei acht bis zehn Tieren pro Rudel von rund 230 Wölfen in Niedersachsen aus.

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240 Attacken auf Nutztiere

Bei den gerissenen Nutztieren gab es nach Angaben des Ministeriums noch keine aussagekräftigen Zahlen. Bis Mitte Dezember habe es rund 240 Attacken auf Nutztiere gegeben, von denen bis dahin aber nur knapp 90 eindeutig per DNA-Analyse dem Wolf zuzuordnen waren.

In knapp 120 Fällen stand das Ergebnis noch aus, in 23 weiteren Fällen war keine Beurteilung anhand der DNA möglich. In acht Fällen war der Verursacher nachgewiesenermaßen kein Wolf. Im Jahr 2018 gab es 260 Angriffe mit Nutztierrissen, 150 Vorfälle konnten einem Wolf zugeordnet werden.

Ohne Jäger nicht machbar

Die seit gut zehn Monaten ergebnislose Jagd auf den Rodewalder Problemwolf im Landkreis Nienburg sei frustrierend, hatte Umweltminister Olaf Lies (SPD) Mitte Dezember gesagt. „Ohne die Jäger sehe ich nicht, dass wir zukünftig in der Lage sind, das zu machen“, sagte er. Lies will im Frühjahr eine Wolfsverordnung auf den Weg bringen, die das Abschießen aggressiver Wölfe erleichtern soll.

Sobald das neue Bundesnaturschutzgesetz verabschiedet sei, könne eine Landesverordnung erarbeitet werden, sagte er im Landtag in Hannover. Weidetierhalter hatten zuvor sogenannte Schutzjagden auf Wölfe gefordert, um die Schäden zu begrenzen.

Von RND/dpa

26.12.2019