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Wegen Frühling und Corona: Blutkonserven in Niedersachsen könnten knapp werden

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07:51 08.05.2021
ine Mitarbeiterin vom Blutspendedienst NSTOB des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fixiert während einer Blutspende die Nadel.
ine Mitarbeiterin vom Blutspendedienst NSTOB des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fixiert während einer Blutspende die Nadel. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Hannover

Die Blutkonserven für Krankenhauspatienten in Niedersachsen und Bremen könnten wegen zurückgehender Spenden nach DRK-Angaben in einigen Wochen knapp werden. „Aktuell können zwar die Bedarfe aus den Lagerbeständen versorgt werden“, sagte der Sprecher des regionalen Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Markus Baulke, in Springe. „Aber derzeit zeigt sich eine Versorgungslücke für Ende Mai und Juni.“

Die Spendenbereitschaft gehe seit Mitte April zurück, sagte Baulke. Er führte dies zum einen auf das Frühjahr zurück. „Der Mai ist der schwierigste Monat.“ Es gebe viele Feiertage, die potenziellen Spender seien „lieber draußen als bei Spendeterminen“. Zum anderen seien die Spender verunsichert durch die Entwicklung der Corona-Pandemie mit neuen Auflagen und Ausgangsbeschränkungen. Bei den meisten sei die Botschaft angekommen: Bleibt bitte zuhause!

Nachfrage nach Blut ist konstant

Der derzeitige Vorrat in der Region liege bei 8000 bis 9000 Blutkonserven. Dabei seien 10.000 Konserven notwendig, um alle Blutgruppen ausreichend abzudecken, sagte Baulke. In der zweiten und dritten Welle der Corona-Epidemie im Winter und im Frühjahr hatten viele Krankenhäuser Operationen verschoben.

Lesen Sie auch: Strenge Auflagen – So geht Blutspenden während der Corona-Pandemie

Gegen die Erwartungen sei die Nachfrage nach Blut aber nicht gesunken, sondern konstant geblieben, sagte Baulke. In Springe in der Region Hannover ist das Zentralinstitut des Blutspendedienstes für die DRK-Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen.

Spendebereitschaft sei „überwältigend“

Im vergangenen Jahr wurde in Niedersachsen und Bremen 492.210 Mal Blut gespendet, das war nur etwas weniger als im Vor-Coronajahr 2019 mit 502.385 Spenden. Wegen verschärfter Hygiene- und Abstandsregeln in der Pandemie gab es nur 5289 Spendetermine (2019: 5925).

Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei aber überwältigend gewesen, sagte Baulke. Durchschnittlich kamen 93 Spender je Termin nach 85 Spendern im Jahr 2019.

Von RND/lni