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Der Norden Wasserqualität in Niedersachsens Badeseen: EU-Umweltagentur bewertet zwei Orte „mangelhaft“
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Wasserqualität in Niedersachsens Badeseen: Zwei Orte „mangelhaft“ bewertet

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14:13 01.06.2021
Wolken ziehen über den Weserstrand Sandstedt. Die Wasserqualität dort wurde im jährlichen Badegewässer-Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA erneut mit mangelhaft bewertet.
Wolken ziehen über den Weserstrand Sandstedt. Die Wasserqualität dort wurde im jährlichen Badegewässer-Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA erneut mit mangelhaft bewertet. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Hannover

In Niedersachsen lässt es sich vielerorts unbeschwert planschen: Die Wasserqualität an den meisten Badestellen ist einem Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA zufolge gut oder sogar ausgezeichnet. Nur für zwei Stellen wurde ein mangelhaftes Zeugnis ausgestellt, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Badegewässerbericht für 2020 hervorgeht. Betroffen sind der Weserstrand Sandstedt zwischen Bremerhaven und Bremen sowie der Nordseestrand Wremen im Kreis Cuxhaven. Beide waren bereits im Vorjahresbericht für 2019 mit mangelhaft bewertet worden.

Für den aktuellen Bericht analysierte die in Kopenhagen ansässige EEA Daten aus 22.276 Gewässern in europäischen Ländern. Dabei schaute die EU-Behörde auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können.

Sandstedt und Wremen: Hier ist die Wasserqualität deutlich geringer

„Die hygienische Qualität der Niedersächsischen Badegewässer ist wie in den Vorjahren erfreulicherweise ausgesprochen gut“, teilte Katrin Luden vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt mit. Von den 273 Badestellen an Nordseestränden, Flüssen und Seen, die nach der EU-Badegewässerrichtlinie überwacht werden, seien 264 mit ausgezeichnet oder gut eingestuft worden. Die erneut im EU-Bericht mit mangelhaft bewertete Badestelle in Sandstedt bleibt auch in der Saison 2021 geschlossen. Die Wasserqualität am Nordseestrand Wremen wurde laut dem niedersächsischen Badegewässer-Atlas nachuntersucht und als „ausreichend“ eingestuft.

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Das Landesgesundheitsamt wies darauf hin, dass es vereinzelt zu Einschränkungen durch Cyanobakterienblüten an Badestellen kommen könnte. Badegäste sollten daher auf Hinweisschilder auf Blaualgen, wie die Bakterien auch genannt werden, achten. „Wenn die Sichttiefe durch grünliche Trübung so gering ist, dass im knietiefen Wasser die Füße nicht mehr zu sehen sind, dann sollte auf ein Baden verzichtet werden“, sagte Luden. Aktuell gibt es allerdings noch keine Blaualgen-Warnung für Badestellen in Niedersachsen.

Von RND/dpa