Urteil: Angriff von Hund ohne Leine kann Körperverletzung sein
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Der Norden Urteil: Angriff von Hund ohne Leine kann Körperverletzung sein
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Urteil: Angriff von Hund ohne Leine kann Körperverletzung sein

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20:00 21.01.2021
Greift ein unangeleinter Hund einen Menschen an, drohen dem Halter strafrechtliche Konsequenzen (Symbolbild).
Greift ein unangeleinter Hund einen Menschen an, drohen dem Halter strafrechtliche Konsequenzen (Symbolbild). Quelle: Robert Günther/dpa
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Osnabrück

Die 5. Kleine Strafkammer hat einen 24-Jährigen aus Quakenbrück wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt, nachdem einer seiner Schäferhunde eine Frau zu Fall gebracht hatte. Wie das Gericht am Donnerstag mitteilte, kam eine heute 40 Jahre alte Quakenbrückerin im Oktober 2019 mit ihren Einkäufen am Grundstück des Angeklagten vorbei.

In diesem Moment verließ der Angeklagte mit seinen beiden nicht angeleinten Schäferhunden das Haus. Die Hunde sahen die Frau und liefen auf sie zu. Der Angeklagte rief sie zurück, einer gehorchte nicht und brachte die Frau zu Fall. Durch den Sturz erlitt sie unter anderem eine Halswirbeldistorsion und eine Kopfprellung.

Urteil bleibt auch nach Berufung bestehen

Die Frau, die als Nebenklägerin auftrat, stellte Strafantrag gegen den Hundehalter. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück erhob daraufhin Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung am Amtsgericht Bersenbrück. Gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts von 20 Tagessätzen zu je 40 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung legte der Mann Berufung ein. Das Landgericht Osnabrück bestätigte das Urteil, minderte aber den Tagessatz, weil sich die Einkommensverhältnisse des Angeklagten zwischenzeitlich verschlechtert hatten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Von RND/lni