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Der Norden Ferien in Niedersachsen: Staus behindern die Fahrt in den Urlaub
Nachrichten Der Norden Ferien in Niedersachsen: Staus behindern die Fahrt in den Urlaub
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13:08 12.07.2019
Zu Ferienbeginn sind viele Staus zu erwarten. Durch Pannenfahrzeuge und Unfälle könnten sie noch verstärkt werden. Quelle: Bodo Marks
Hannover

In Niedersachsen haben am Donnerstag die Sommerferien begonnen – und wer mit dem Auto zu seinem Urlaubsziel aufbricht, wird an diesem Wochenende wohl gute Nerven und viel Geduld brauchen. Bereits am Donnerstag, dem ersten Ferientag in Niedersachsen, kam es zu ersten Staus auf den Autobahnen – insbesondere auf der A7 in Richtung Küste. Besonders eng wird es nach Einschätzung des ADAC aber von Freitag an bis Sonntag. „Die Zeiten, als der Sonntag noch ein eher ruhiger Reisetag war, sind vorbei“, sagt Sprecherin Alexandra Kruse. Das gilt nicht nur für das erste Ferienwochenende: Der Automobilclub erwartet an jedem Ferienwochende bis zum 11. August volle Autobahnen – die Warnung gilt von freitags bis sonntags.

Die Übersicht der Autobahn-Baustellen

Nord-Süd-Trasse besonders problematisch

Mit besonders starkem Verkehrsaufkommen rechnet der ADAC in den Ballungsräumen Bremen, Hamburg, Hannover, Osnabrück sowie überall dort, wo es auf den Hauptverkehrsrouten Baustellen gibt – allen voran auf der A1 und der A7. Nadelöhr ist wie immer der Elbtunnel sowie die Alternativrouten in Richtung Nord- oder Ostsee. „Insgesamt macht uns in diesem Jahr vor allem die Nord-Süd-Trasse Sorgen“, sagt Holger Heuer von der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen (VMZ) in Hannover. Dagegen habe sich die Lage auf der Ost-West-Verbindung der Autobahn 2 im Vergleich zu den Vorjahren in puncto Baustellen entspannt.

Autobahn 7 ist Dauerbaustelle

Die Autobahn 7 ist zurzeit von Göttingen bis Soltau – mit Unterbrechungen – eine Dauerbaustelle. Vielerorts sind Fahrbahnen gesperrt, verengt oder verschwenkt, was nicht nur den Verkehr verlangsamt, sondern auch schon zu zahlreichen Unfällen geführt hat. Gerade in der Ferienzeit kann sich aus solch einer Situation schnell eine Vollsperrung entwickeln. Starke Behinderungen sind nördlich von Hannover insbesondere durch die Baustellen zwischen Berkhof und Bad Fallingbostel zu erwarten, häufig aber schon rund um das Dreieck Hannover-Nord. Das gilt für beide Richtungen. Südlich von Hannover dürfte es zwischen Hildesheim und dem Dreieck Salzgitter sowie zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg zu Behinderungen kommen.

A7: Hitzeschäden werden beseitigt

Die heißen Juni-Tage sorgen zusätzlich für Engpässe: Auf der A7 zwischen Soltau-Ost und Schneverdingen sollen nun seit Mittwoch Hitzeschäden behoben werden. In Fahrtrichtung Hamburg wird dort zunächst nur eine Spur frei sein. Auch hier sind also lange Staus wahrscheinlich. Am Freitag solle die erste Hälfte der Sanierung abgeschlossen sein, Autofahrer dürften dann zweispurig fahren, heißt es von der Landesstraßenbaubehörde. Auf der Autobahn muss Beton erneuert und ein Asphaltbelag eingebaut werden. Die Arbeiten dauern bis Montag (8. Juli) an.

A27 mit langen Staus

Ein Sorgenkind der Verkehrsplaner ist in diesem Jahr auch die Autobahn 27, die Richtung Nordsee führt. Wegen Bauarbeiten kommt es dort vor allem auf einem 20 Kilometer langen Abschnitt zwischen Verden und Achim – selbst ohne Ferienverkehr – fast täglich zu Staus. Die Autobahn 31, die von Urlaubern etwa aus dem Ruhrgebiet gern genutzt wird, fällt als Ausweichroute zur Küste dieses Mal weg: Bei Meppen, Leer und Emden behindern dort ebenfalls Baustellen den Verkehr.

Viele Behinderungen auf der A1

Die Autobahn 1, die die meisten Urlauber nicht zuletzt auf dem Weg zur Ostsee nutzen, macht den Verkehrsplanern ebenfalls Sorgen. Bei Osnabrück und zwischen Wildeshausen und Groß-Ippener wird über weite Strecken gebuddelt. Auch die Autobahn 33 ist zwischen Bielefeld und Osnabrück von Bauarbeiten betroffen. Auf der Autobahn 28 wiederum hakt es zwischen dem Zwischenahner Meer und dem Dreieck Oldenburg-West in beiden Richtungen, ebenso zwischen Neuenkruge und Oldenburg-Wechloy.

Sachsen-Anhalt startet gleichzeitig in die Ferien

Gemeinsam mit Niedersachsen und Bremen startet diesmal auch Sachsen-Anhalt in die Sommerferien. Am Wochenende folgen dann Sachsen und Thüringen. Gleichzeitig wird es aus anderen Bundesländern bereits erste Rückreisewellen geben. Wer also nicht unbedingt auf die Straße muss, ist gut beraten, Zugverbindungen als Alternative zu prüfen. Allerdings läuft der Verkehr auch der Schiene auch nicht ungehindert: Die ICE-Trasse zwischen Hannover und Göttingen wird saniert – es gibt Verzögerungen und Verspätungen.

Im Video: Durch diese 4 Fehler entsteht Stau

So stecken Sie weniger lange im Stau

Fachleute geben Tipps, wie Autofahrer sich von den schlimmsten Staus fernhalten können:

„Man sollte nicht blind aufs Navi vertrauen“, rät Holger Heuer von der Verkehrsleitzentrale Niedersachsen. Die meisten Autofahrer geben „schnellste Route“ als Wunschoption ein. Doch die Navigationsgeräte arbeiteten in der Regel nach einfachen Algorithmen, mit denen dieser Wunsch nicht erfüllt werde. Bei Stau auf der Autobahn würden sie häufig bereits überlastete Ausweichstrecken empfehlen. Am besten sollten sich Familien, bevor sie in die Ferien fahren, vorab im Internet über die Baustellen auf den Autobahnen informieren und zusätzlich eine herkömmliche Straßenkarte zur Hand nehmen. „Dann kann man in Ruhe eine Route über Land mit attraktiven Zwischenstopps planen“, sagt Heuer.

Wegen des Bettenwechsels, der in vielen Urlaubsgebieten sonnabends stattfindet, ist dieser Tag in der Ferienzeit besonders staugefährdet. Die Verkehrsmanagementzentrale empfiehlt, lieber spätabends oder in der Nacht loszufahren – entweder am späten Freitag oder erst am späten Sonnabend. „Wir starten unseren Dänemarkurlaub erst am Sonntag in der Früh, auch wenn wir schon zu Sonnabend gebucht haben“, sagt Heuer. „Das ist uns lieber, als elf Stunden im Stau zu stehen.“ In den vergangenen Jahren habe sich neben dem Freitagnachmittag der Donnerstag als besonders verkehrsbelastet entwickelt – mit und ohne Ferienverkehr. Tipp: Am Freitagmorgen rechtzeitig in den Urlaub starten – oder am Mittwochmorgen direkt nach Schulschluss, bevor es nachmittags voraussichtlich voll wird.

Bei Staulängen bis zu zehn Kilometern lohnt es sich übrigens nicht, die Autobahn zu verlassen – das sagen Verkehrsmanager und ADAC übereinstimmend. Denn auf den Umleitungsstrecken über schmale Landstraßen und durch die Dörfer kann jeder Trecker und jede Fußgängerampel lange Staus auslösen.

Von Gabriele Schulte

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