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Der Norden Er filmte heimlich die Frauendusche: Fußballtrainer soll Strafe zahlen
Nachrichten Der Norden Er filmte heimlich die Frauendusche: Fußballtrainer soll Strafe zahlen
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18:48 13.08.2019
Die Kamera war in der Dusche eines Sporthauses installiert. Quelle: Christoph Mischke (Symbolfoto)
Göttingen

Die Spanner-Affäre um einen Fußballtrainer aus dem Landkreis Göttingen hat jetzt auch strafrechtliche Konsequenzen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen hat das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den 47-Jährigen erlassen. Weil dieser in einem Sporthaus mit einer versteckten Kamera heimlich Fußballspielerinnen beim Duschen gefilmt habe, solle der Trainer eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 70 Euro (insgesamt 8400 Euro) zahlen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Laue, mit. Außerdem sollen die Videokamera und die Datenträger mit den abgespeicherten Aufnahmen eingezogen werden.

Trainer filmte heimlich mehrere Dutzend Frauen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trainer insgesamt sechs Taten vor, die er zwischen April 2015 und Oktober 2018 begangen haben soll. Demnach soll der 47-Jährige im Duschraum eines Sporthauses eine Kamera montiert und damit Fußballspielerinnen mehrerer Vereinen beim Duschen gefilmt haben. Insgesamt seien mehrere Dutzend Frauen betroffen gewesen, sagte Laue. Strafrechtlich sei dies als Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch die Anfertigung von Bildaufnahmen zu werten. Das Gesetz sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Von eigener Frau enttarnt

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Sollte der Trainer dagegen Einspruch einlegen, käme es zu einer öffentlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Göttingen.

Aufgeflogen waren die voyeuristischen Aktivitäten im vergangenen Herbst. Damals hatte die Ehefrau des Trainers im Sporthaus in Sieboldshausen eine versteckte Kamera entdeckt, die unter einem Waschbecken angebracht war. Die Kamera wurde dann der Polizei übergeben. Bei der Auswertung der Bildaufnahmen fiel der Verdacht auf den Ehemann der Spielerin. Der 47-Jährige hatte danach sein Amt als Fußballtrainer niedergelegt.

Gegenüber dem „Göttinger Tageblatt“ hatte der Mann betont, dass es ihm sehr leid tue. Der Fußballtrainer gab an, dass er bereits seit längerer Zeit voyeuristische Neigungen gehabt habe. Angefangen habe es mit Bildmaterial aus dem Internet. „Ich weiß nicht, wann die Hemmschwelle so gering geworden ist, den Kick auch auszuüben an eigenen bekannten Personen“, sagte er. Die Aufnahmen seien jedoch weder im Internet verbreitet noch auf andere Weise anderen zugänglich gemacht worden.

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Von Heidi Niemann

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